Spundwände wie diese entscheiden in den meisten Fällen über das Schicksal der Tiere, die in den Kanal stürzten. 
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Spundwände wie diese entscheiden in den meisten Fällen über das Schicksal der Tiere, die in den Kanal stürzten. 

Kanalunfall

Trauriger Vorfall am Kanal: Familienhund stürzt ins Wasser und verstirbt

  • Sarah Kuhlmann
    vonSarah Kuhlmann
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Am Sonntagabend wurde die Feuerwehr Datteln zur Waltroper Straße gerufen. Dort war ein Hund ins Wasser gestürzt und kämpfte um sein Leben - doch die Feuerwehr war zu spät. 

Der Familienhund war im Laufe des Tages von seinem Zuhause entlaufen, die Besitzer hatten dies bereits der Polizei gemeldet, als am Sonntagabend gegen 19.15 Uhr die Feuerwehr Datteln zur Waltroper Straße gerufen wurde. Passanten entdeckten, wie der Hund durch den Liegehafen schwamm und riefen die daraufhin die Feuerwehr.

Laut Feuerwehr versuchte ein Angler, den Kopf des Hundes über Wasser zu halten, bis diese eintraf und das Tier aus dem Wasser holte. Jedoch kam jede Hilfe zu spät: Der Hund hatte zu viel Wasser geschluckt und verstarb.

Kanal Datteln: Tiere haben keine Chance

Stefan Hausch, Pressesprecher bei der Wasserschutzpolizei Duisburg, weiß: "Tiere haben keine Chance."  Oft befinden sich alle paar Meter an den Spundwänden Stufen oder Leitern, durch die sich ein Mensch aus dem Wasser retten könnte. Für ein Tier ist dies jedoch unmöglich. "Vermutlich passiert es zehn Mal öfter, als es von der Polizei bemerkt wird", so Hausch. Statistiken führe man über verunglückte Tiere nicht.  Vom Schwimmen und Baden im Kanal rät er grundsätzlich ab. Einige Schiffe ziehen einen so großen Wellenschlag mit sich, der für Mensch und Tier lebensgefährlich sein kann, denn schnell wird alles, was sich hinter dem Schiff befindet, unter Wasser gezogen. 

Auch Birgit Blaschke vom Tierschutzverein Datteln e.V. kennt einige Fälle, bei denen der Hund in den Dattelner Kanälen ertrunken ist. Sie selbst leint ihren jungen, etwas wilderen Hund in der Nähe der Kanäle immer an. Etwas ändern könne man für die Tiere ihrer Meinung nach wenig. Steine statt Spundwände wären besser für Mensch und Tier, seien jedoch kaum realisierbar. Wer an den Kanälen spazieren geht, muss sich dem Risiko bewusst sein. "Die Kanäle sind wie Schienen und Straßen - sehr gefährlich und kein Erholungsgebiet", sagt Blaschke. 

Vor kurzem ist auch ein junges Reh in Waltrop ins Wasser gestürzt. Das hatte jedoch mehr Glück. 

Passanten entdeckten vor einiger Zeit einen Ekel-Fund am Kanal

Auch Hündin Wendy ist entlaufen - ihre Waltroper Besitzerin suchte sie verzweifelt.

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