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Mit einem Schufa-Antrag wird es in Datteln schwierig, eine neue Wohnung zu bekommen. Hier bietet das Diakonische Werk Unterstützung an.

Wohnungen 

Immer mehr Menschen in Datteln haben keine Wohnung - und oft nur noch eine letzte Chance

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Die Zahl der von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen ist im vergangenen Jahr weiterhin gestiegen. Für viele von ihnen gibt es nur noch eine Chance. 

Im Gegensatz zu einer Flüchtlings- oder Obdachlosenunterkunft wird den Menschen ohne Wohnung beim Café HübsSch über das "Ambulant Betreute Wohnen" wieder eine Perspektive gegeben. 

Damit es erst gar nicht zu einer Zwangsräumung kommt, wird präventiv gearbeitet. Das heißt: Solange noch ein Mietvertrag besteht, kann gemeinsam auf den Erhalt der Wohnung hingearbeitet werden.

Schufa-Eintrag wird zu Riesenproblem bei Wohnungssuche in Datteln

Oft sei es, so Andrea Becker und Ingo Kohlhage vom Café HübsSch, der Fall, dass die Wohnung bereits verloren ist. Dann ist es für die Betroffenen schwer, wieder in ein Mietverhältnis zu finden. 

Detlef Nathaniel-Brand vom Dattelner Sozialamt bestätigt das. Er sagt, dass in solchen Fällen schon ein Schufa-Eintrag wegen nicht bezahlter Handy-Rechnungen zu einem Riesenproblem werden kann. „Der größte Dattelner Vermieter weigert sich, jemandem mit einem Schufa-Eintrag noch eine Wohnung zu geben.“

Mangel an Wohnungen in Datteln 

Verstärkt wird die Problematik durch den sowieso schon bestehenden Mangel an Wohnungen. Beim "Ambulant Betreuten Wohnen" im Café HübsSch können Betroffene für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten eine Bleibe finden, denn dieses hat über dem Café zwei Wohnungen als Not-WGs angemietet. 

Einrichtung hilft Menschen auch bei Behördengängen in Datteln

Die Einrichtung hilft diesen Menschen auch bei Behördengängen oder begleitet sie zur Schuldnerberatung. „Es gibt aber leider immer wieder Einzelfälle unserer Klientel, die den Vorurteilen der Vermieter alle Ehre machen. Da braucht es viel Überzeugungsarbeit und Klinkenputzen unsererseits, um das Vertrauen der Vermieter zurückzugewinnen“, sagt Andrea Becker.

In der Obdachlosenunterkunft der Stadt Datteln laufen zurzeit noch die Sanierungsarbeiten. 

Im letzten Jahr hat das Team des „Ambulant Betreuten Wohnens“ 49 Personen betreut, 19 Frauen und 30 Männer. Im Jahr zuvor waren es 41 Personen. Die Dunkelziffer ist nach Angaben Beckers aber garantiert höher. Inzwischen ist auch ein Anstieg von Hilfesuchenden aus Nachbarstädten zu verzeichnen, da es dort ein vergleichbares Angebot nicht gibt.

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