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Die Fünftklässler (v.li.) Alihan, Tuana und Yeliz powern sich in den Sportstunden an der Sprossenwand aus.

Bewegungsmangel

Alarmierende Studien-Ergebnisse: Schüler vermeiden Bewegung wegen Handy & Co. 

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Das Handy ist in den Pausen und in der Freizeit für viele Kinder und Jugendliche viel verlockender als Sport und Bewegung. Die Schulen versuchen, dem Sportmangel entgegen zu wirken. Doch nicht alle Schüler nutzen das - und lassen ihre Gesundheit vollkommen außer Acht. 

83,7 Prozent der Jungen und Mädchen bewegen sich zu wenig. Das kam bei einer Studie der Weltgesundheitsorganisation heraus. Ebenso heraus kam, dass besonders Medien Schuld daran seien. 

Um der Problematik entgegen zu wirken, haben Schulen in Datteln zum Teil längere Pausenzeiten, mehr Sportunterricht und Geräte eingeführt.

Comenius-Gymnasium Datteln: Das Problem ist nicht die Schule

Auf 20 Minuten wurden die Pausenzeiten am Comenius-Gymnasium verlängert. Zusätzlich können sich Schüler zu diesen Zeiten Sportgeräte aus den sogenannten Sport-Beeren leihen. Junge Schüler erfreuen sich an den Möglichkeiten. Das Problem, so Schulleiterin Regina Brautmeier, seien die Oberstufenschüler, denn die sitzen in ihren Pausen lediglich an ihren Smartphones. Auch die Kommunkation unter den Schülern leidet darunter. 

Die Schüler der Klassen fünf und sechs haben mehr Sport als die älteren Schüler, doch man versuche, in jede Unterrichtsstunde, mag es Mathe, Deutsch oder Kunst sein, ein paar kleine Übungen einzubauen, so Brautmeier. "Wie notwendig Bewegung ist, ist absolut unstrittig“, sagt sie.

Die Schülervertreter (v.li.) Niklas Grotjans, Stefan Brauckmann-Berger und Paul Gajewski sind sich sicher: Das Bewegungs-Problem liegt nicht an der Schule.


Die Schülervertretung des Gymnasiums ist sich sicher: Nicht die Schule ist das Problem. Der Wille, Sport in seiner Freizeit zu betreiben, sei oft einfach nicht vorhanden. Bewegungsmangel hat auch gesundheitliche Folgen: Die CHAP-Studie fand heraus, dass fehlende Bewegung eine Ursache für Kopfschmerzen sein kann. 

Realschule Datteln hat Sport-Profilklasse eingeführt

Auch die Realschule versucht, die Schüler zu mehr Bewegung zu motivieren und hat deshalb eine Sport-Profilklasse eingeführt. An dieser nehmen 25 Kinder aus der fünften Klasse teil, etwa die Hälfte davon ist auch in der Freizeit in einem Sportverein aktiv. "Wir hoffen, dass es noch mehr werden“, sagt Ludger Schubert, Sportlehrer und Leiter der Sportklasse. Im Unterricht stellen sich Gruppen aus verschiedenen Sportvereinen vor, um die Kinder zu mehr Bewegung zu animieren. 

Schubert hat außerdem an die Eltern appeliert, ihre Kinder mit dem Fahrrad zur Schule kommen zu lassen. "Dann bewegen sie sich morgens schon einmal“, so Schubert. Jeden Tag haben die Kinder Sportunterricht, durch den sie in den anderen Fächern viel ausgeglichener seien, so Schubert. 

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