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Der städtische Mitarbeiter Willi Kositzki bewässert Bäume in den Grünanlagen der Stadt.

Hitzewelle

Hohe Temperaturen: Feuerwehr und Stadt im Einsatz - Bauern und Förster bangen

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    Fabian Hollenhorst
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Bis September soll der Mais noch auf den Feldern bleiben. Doch schon jetzt ist die Lage kritisch. Auch in der Haard weisen die ersten Bäume Dürre-Spuren auf.

Die Mitarbeiter der Stadt sind derzeit mit Gartenschläuchen an den Grünanlagen unterwegs. In den vergangenen Wochen wurden nur die Jungbäume bewässter, aufgrund der hohen Temperaturen zum Juli-Ende sollen nun alle Bäume und Sträucher gegossen werden. 

Der Wald stirbt - können wir ihn noch retten? | cityInfo.TV

Der Wald stirbt - können wir ihn noch retten? | cityInfo.TV

Wasser würde sich auch Oberförster Albert Oelmann für die Bäume in der Haard wünschen. Eine Gieß-Aktion sei hier aber nicht möglich. Er sehe am Waldrand, von der Recklinghäuser oder Redder Straße kommend, die ersten Dürre-Schäden. „Ich bin täglich hier, ich sehe jede kleine Veränderung“, sagt Oelmann.

Kritische Phase für die Landwirtschaft: Mais in Gefahr

Die Landwirtschaft musste schon im vergangenen Jahr unter der Hitze leiden. Auch in diesem Jahr steht es um den Mais, der noch bis September auf den Feldern bleiben soll, nicht gut. 20 Zentimeter kleiner als im Vorjahr seien die knapp 1,80 Meter großen Maispflanzen - und die Wachstumszeit ist nun vorbei. 

Jetzt geht es an die Bestäubung, doch wenn die männlichen Pollen sich auf die langen, klebrigen Fäden der Maispflanze setzen wollen, können hohe Temperaturen zur Gefahr werden. „Die Fäden trocknen aus und die Pollen können dann nicht mehr an ihnen bis zum Kolben wandern“, so Heinz Boller, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins. Die Folge seien Kolben ohne, oder nur mit wenigen Körnern. „Wenn es jetzt fünf Tage über 35 Grad wird, sieht es schlecht für den Mais aus“, so Bollers Fazit.

Feuerwehr Datteln bietet Wasser-Hilfe

Die Löschzüge der Feuerwehr werden den städtischen Mitarbeitern derweil in der Hitzezeit wassertechnisch unter die Arme greifen. Bereits im Juni habe die Freiwillige Feuerwehr wegen der anhaltenden Trockenheit Bewässerungseinsätze im Stadtgebiet gefahren, erklärt Sebastian Kiffer von der Feuerwehr auf Nachfrage. Jeder der fünf Löschzüge habe sich in dieser Zeit abends ab 18 Uhr abwechselend mit 10 bis 15 Mann daran beteiligt.

Auch Menschen und Tieren machtdie Hitze zu schaffen.

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