Die Mitarbeiter des Kommunalen Servicedienstes Datteln beseitigten am Dienstag die schmelzenden Schnee-Überreste vom Neumarkt.
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Die Mitarbeiter des Kommunalen Servicedienstes Datteln beseitigten am Dienstag die schmelzenden Schnee-Überreste vom Neumarkt.

Ärger beim Krisengipfel

Lokalpolitiker platzt der Kragen - Der Stadt fehle es an technischer Power

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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Beim Dattelner „Krisengipfel“ zum Winterdienst-Chaos ist Walter Deckmann (CDU) der Kragen geplatzt. Er verspricht Besserung – doch die wird ihren Preis haben

Die Dattelner Politik hatte Ende 2019 und Anfang 2020 um die Gründung des Eigenbetriebes „Kommunaler Servicebetrieb Datteln“ gestritten. Damit lagerte die Stadtverwaltung bestimmte Fachbereiche wie den Betriebshof, den Bereich Grünanlagen, aber auch den Winterdienst aus. Gegen diesen Plan stellte sich lange Zeit die Union im Dattelner Stadtrat.

Doch CDU-Mann Walter Deckmann übernahm schließlich doch den Vorsitz des neugegründeten Betriebsausschusses, dem Kontrollorgan des neuen Eigenbetriebes. „Es ist kein Kind der Liebe“, verkündete der erfahrende Ratspolitiker zu seinem Amtsantritt. Aber bevor es ein Anderer macht, würde sich der langjährige Unternehmer lieber selber dieser Aufgabe stellen.

Datteln: Deckmann macht seinem Ärger Luft

Der erste richtige Wintereinbruch seit knapp zehn Jahren zeigt nun, beim KSD läuft noch so einiges nicht rund. „Ich habe die ganze Woche einen Hals gehabt“, sagt Walter Deckmann. Natürlich habe er zahlreiche Nachrichten erhalten, was und wo alles schiefläuft. Beim Krisengipfel, der eigentlich eine Vorbesprechung für den Betriebsausschuss sein sollte, machte er seinem Ärger gegenüber Bürgermeister André Dora und KSD-Leiter Frank Kuhs Luft.

Seine Kritik: „Es fehlt nicht an Man-Power, es fehlt an technischer Power.“ Denn den Mitarbeitern könne man keinen Vorwurf machen. Aber, dass nur vier Fahrzeuge, davon zwei mit Räumschild und Streuaufsatz, sowie ein Trecker mit Räumschild und ein weiteres Fahrzeug mit Streuaufsatz auf den Straßen im ganzen Stadtgebiet für diese Schneemassen im Einsatz waren, das könne er nicht nachvollziehen. Bei Fuß- und Radwegen wären es zwei Schneeschieber und ein Trecker mit Räumschild gewesen.

„22 Mitarbeiter haben von 6 bis 16 Uhr 12 Tonnen Streusalz per Hand verteilt“, zieht Deckmann Bilanz, „das nenne ich Mittelalter.“ Als langjähriger Unternehmer hätte Walter Deckmann auch prompt eine Lösung parat gehabt.

Welche Lösungen Walter Deckmann vorschweben, das lesen Sie heute in der Printausgabe der Dattelner Morgenpost und in unserem ePaper.

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