Zukunftsängste

Musikbranche sendet Hilferuf: Auszubildende bangen um ihren Job

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
    schließen

Wenn von „der Kultur“ die Rede ist, wird oftmals vergessen, dass nicht nur die Akteure auf der Bühne von den gegenwärtigen Einschränkungen betroffen sind.

Mit der Online-Aktion „End of Lights“ wollen Auszubildende aus dem Bereich der Veranstaltungstechnik im Industriemuseum Schiffshebewerk am morgigen Sonntag auf die prekäre Situation ihrer Branche aufmerksam machen.

Die Veranstaltungsbranche wurde durch die coronabedingten Einschränkungen bekanntlich besonders hart getroffen. Konzerte, Kino, Tanz- und Theaterveranstaltungen finden seit geraumer Zeit – wenn überhaupt – nur noch im Internet in Form von aufgezeichneten Videos oder Live-Streams statt. Eine mehr als unbefriedigende Situation, denn die finanziellen Ausfälle können nur die wenigsten über das Netz-Angebot ausgeleichen.

Dominik Müller (v.l.), Julian Hermann, Nico Potratz und Felix Henke müssen so einiges an Technik für das Streaming-Konzert bewegen. Sie hoffen auf viele Zuschauer, die sich online einschalten.

Doch nicht nur die Künstler auf der Bühne werden durch die gegenwärtigen Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie an der Ausübung ihres Berufs gehindert. Denn dadurch, dass aktuell keine Veranstaltungen stattfinden dürfen, wird den Technik-Azubis die Möglichkeit genommen, ihr theoretisches Wissen auch in der Praxis anzuwenden.

Datteln: Auszubildende lernen vor allem in der Praxis

„Ich würde sagen, dass 70 Prozent der benötigten Fähigkeiten für unsere Branche im praktischen Einsatz erlernt werden“, sagt Sebastian Kähnert. Er ist Inhaber der Firma SMD-Entertainment und stattet seit vielen Jahren landesweit Klein- und Großveranstaltungen mit Bühnen-, Licht- und Tontechnik aus. „Klar, man kann auch bei Trockenübungen in der Halle lernen“, sagt Kähnert. „Aber das ist unterm Strich doch etwas ganz anderes als im Live-Einsatz mit einer Band und mit Publikum.“

Infos zum Streaming-Konzert

End of Lights, Sonntag, 7. Februar, 18.30 Uhr

Zu sehen und zu hören ist das Konzert über den Youtube-Kanal „End of Lights“ und über die gleichnamige Facebook-Seite.

Der Beginn der Gesprächsrunde ist für 19.10 Uhr angesetzt. Moderation: Nico Deutschland.

Es spielen Pele Caster (www.pele-caster.de) und Skittle Alley (www.skittlealley.de) aus Datteln.

Die Auszubildenden werden unterstützt vom Museum am Schiffshebewerk Henrichenburg, vom Waltroper Parkfest-Team, Culture Live Veranstaltungstechnik und von SMD-Entertainment.

Die Idee, das Museum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop als Ort für die Veranstaltung zu wählen, gefiel dem Unternehmer auf Anhieb. Er erklärte sich sofort bereit, das Projekt kostenlos mit der benötigten Technik zu unterstützen. „Das Museum ist ein Ort, der sich besonders gut eignet, um ihn lichttechnisch in Szene zu setzen“, sagt Kähnert. Spielen werden an diesem Abend die Bands Pele Caster und Skittle Alley aus Datteln.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der heutigen Printausgabe der Dattelner Morgenpost und in unserem ePaper.

Rubriklistenbild: © Martin Pyplatz

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Unglück an der Flüchtlingsunterkunft in Datteln: Kind (2) auf dem Parkplatz von Auto überrollt
Unglück an der Flüchtlingsunterkunft in Datteln: Kind (2) auf dem Parkplatz von Auto überrollt
Unglück an der Flüchtlingsunterkunft in Datteln: Kind (2) auf dem Parkplatz von Auto überrollt
Coronavirus in Datteln: Neu-Infektionen vor dem Wochenende - Inzidenz bleibt über der 50er-Marke
Coronavirus in Datteln: Neu-Infektionen vor dem Wochenende - Inzidenz bleibt über der 50er-Marke
Coronavirus in Datteln: Neu-Infektionen vor dem Wochenende - Inzidenz bleibt über der 50er-Marke
Vier Jahre nach der Sperrung: Neue Fußgängerbrücke im Hötting - Weg in den Park wieder frei
Vier Jahre nach der Sperrung: Neue Fußgängerbrücke im Hötting - Weg in den Park wieder frei
Vier Jahre nach der Sperrung: Neue Fußgängerbrücke im Hötting - Weg in den Park wieder frei
Kommunaler Servicebetrieb Datteln übt Selbstkritik nach dem Winter-Chaos - so soll es weiter gehen
Kommunaler Servicebetrieb Datteln übt Selbstkritik nach dem Winter-Chaos - so soll es weiter gehen
Kommunaler Servicebetrieb Datteln übt Selbstkritik nach dem Winter-Chaos - so soll es weiter gehen
Seit mehr als 100 Jahren in Datteln: Familienunternehmen macht dicht - so geht es jetzt weiter
Seit mehr als 100 Jahren in Datteln: Familienunternehmen macht dicht - so geht es jetzt weiter
Seit mehr als 100 Jahren in Datteln: Familienunternehmen macht dicht - so geht es jetzt weiter

Kommentare