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Elia Lachenit, Tom Rottmann und Melissa Podschwadeck bereiten sich auf ihre Abitur-Prüfungen in den nächsten Wochen vor.

Abitur-Prüfungen

Punkte sammeln für die Zukunft

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DATTELN - Von Ende April bis in den Mai stehen die Abiturprüfungen an. Für die Schüler des Comenius-Gymnasiums hat die Zeit des intensiven Paukens begonnen.

Die letzten Schultage für die Abiturienten des Comenius-Gymnasiums sind eingeläutet. Doch an Entspannung ist noch lange nicht zu denken, denn Ende des Monats beginnt der Schlussspurt: die Abiturprüfungen. Wer zu den Prüfungen zugelassen wird, entscheidet sich jedoch erst am 12. April. Die Spannung steigt.

Prüfungen wichtig für Zukunft

Heute startet die Intensivwiederholung. Unterrichtet werden die Schüler dann ausschließlich in ihren Abiturfächern. „Man merkt das schon, dass die Prüfungen immer näher kommen“, sagt Stufenleiterin Anja Schäfer. „Natürlich ist man aufgeregt“, sagt Schülerin Elisa Lachenit. „Die Prüfungen sind wichtig für uns, die beeinflussen alles weitere.“ Elisa muss für ihren Traumberuf einen Schnitt von 1,3 haben. Nach ihrem Abitur möchte sie nämlich studieren und später in der Forschung arbeiten. Am 30. April steht ihre erste Klausur auf dem Plan, mit dem Lernen hat sie schon im Winter begonnen. „Zumindest mit Biologie, das ist umfangreich.“ Gelernt wird die meiste Zeit allein. „Meine Lernzettel schreibe ich so oft wie möglich auf und lerne sie auswendig.“ Von den Lehrern gebe es, so Elisa, unterschiedliche Unterstützung. „Manche sind sehr engagiert, andere setzen mehr auf Eigenverantwortung.“

Melissa Podschwadeck hat die meisten Lernzettel fertig. Gemeinsam mit einer Freundin paukt sie für ihre Leistungsfächer Deutsch und Englisch. Ihr Tipp fürs Büffeln: „Die Lernzettel ab der Q1 behalten und erneuern und damit immer ein bisschen lernen. Das nimmt den Druck.“

„Man muss früh genug anfangen – da habe ich einen Fehler gemacht“, so Schüler Tom Rottmann und gesteht: „Meine Zulassung war gefährdet.“ Allen Schülern, die vorhaben, ihr Abitur zu machen, rät er: „Ab der Q1 fängt man an, Punkte für die Zulassung zu sammeln. Das sollte man nicht wie ich unterschätzen.“

In NRW scheitern immer mehr Schüler am Abitur. Das geht aus einer Statistik der Kultusministerkonferenz hervor. Regina Brautmeier, Schulleiterin des Gymnasiums, hat andere Erfahrungen gemacht. Zwar seien im vergangenen Jahr mehr Abiturienten durch die Prüfung gefallen als im Jahr davor, jedoch beschreibt Brautmeier die Zahlen der vergangenen Jahre als „eher gleichbleibend“. Einen Schnitt von 1,0, der laut Statistik ebenfalls immer häufiger erreicht wird, gab es auch am Comenius schon mehrmals. „Mädchen haben einen deutlich besseren Schnitt als Jungen“, so Brautmeier. „Ich vermute, das liegt daran, dass sie systematisch und gründlich arbeiten.“

Auch jetzt kann noch etwas für den Notenschnitt getan werden. Noch seien nicht alle Klausuren korrigiert – Punkte für die Zulassung können gesammelt werden, sagt Anja Schäfer. In der Intensivwoche werden „Aufgaben im Abi-Format“ bearbeitet, dazu zählen auch alte Klausuren und simulierte mündliche Prüfungen. Nicht nur für die Schüler kommt in den nächsten Tagen viel Unterrichtsmaterial dazu. „Wir machen viele Überstunden, um die Schüler bestmöglich vorzubereiten“, sagt Brautmeier.

200 Narzissen

Während die Schüler die Köpfe in die Bücher stecken, erblüht draußen auf dem Schulgelände das Denkmal der Abiturienten, denn zum ersten Mal ist es „lebendig“, so Brautmeier. „Im Gebäude ist fast kein Platz mehr für Erinnerungsstücke“, sagt die Schulleiterin. Deswegen haben Freiwillige des Abiturjahrgangs im November rund 200 Narzissenzwiebeln gepflanzt, die jetzt, passend zu den Zulassungen, nach und nach aufgehen. „Es war auch mein Wunsch, etwas Sinnvolles zu machen, etwas, das auch den Nachfolgern nutzt.“ Zurzeit bilden die Narzissen den Schriftzug „Abi 19“, in ein paar Jahren, wenn auch die kommenden Abiturstufen ihr Denkmal pflanzen, wird am jetzigen Standort mal eine Blumenwiese sein. Brautmeier hofft, dass die Blumen während der Intensivwiederholung noch richtig aufgehen, sodass sich die Schüler Ende der nächsten Woche daran erfreuen können.

Gleichzeitig zur Intensivwoche findet auch die Mottowoche statt. Die Mottotage werden ein wenig eingeschränkt, große Einschnitte gebe es laut Brautmeier aber nicht: „Es ändert nichts an Sachen, die sowieso verboten sind.“ Zum Beispiel Alkohol. „In den Pausen werden ein paar Späße gemacht und die Schüler verkleiden sich zum jeweiligen Motto.“ Daran ändere auch die Intensivwiederholung nichts. Dann wird in diesem Jahr die Prüfungs-Simulation eben im Kostüm abgehalten. Vielleicht gewinnt die Situation dadurch sogar an ein wenig Leichtigkeit und nimmt den Druck.

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