+
ARCHIV - ILLUSTRATION - 24.04.2011, Hamburg: Eine junge Frau liegt auf einer Wiese und niest in ein Papiertaschentuch (Aufnahme mit Spezialobjektiv). In der Natur gerät dieser Tage viel in Bewegung. Los in den Lenz. Nicht alle freuen sich an der Blütenpracht. Etwa 12 Millionen Menschen haben in Deutschland mit Heuschnupfen zu kämpfen. (zu dpa "F-R-Ü-H-L-I-N-G - Wie man die schönste Jahreszeit buchstabiert" vom 09.03.2018) Foto: Bodo Marks/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Allergie

„Die Natur explodiert“

  • schließen

DATTELN - Zurzeit ist Hochsaison beim Pollenflug: Schuld ist das Wetter.

An den derzeitigen frühlingshaften Temperaturen kann sich nicht jeder erfreuen. Für die einen begann Mitte März die Zeit, in der man lange Spaziergänge durch Wiesen macht. Für andere die Zeit der tränenden Augen und laufenden Nasen.

„Die Zeit ist schon heftig für die Menschen mit Heuschnupfen“, weiß Dr. Peter Mönninghoff, Allgemeinmediziner in Datteln. „Bei einem solchen Wetter ist das aber normal.“ Etwa drei bis vier Patienten mit Allergien kommen täglich zu Dr. Mönninghoff in die Praxis. Die meisten Medikamente gegen Heuschnupfen sind frei verkäuflich, einige Patienten leiden jedoch auch unter der schweren Form des Heuschnupfens und somit unter Luftnot. Die Zahl der Allergiker, so Dr. Mönninghoff, sei in den vergangenen Jahren konstant hoch gewesen.

Zu dieser Erkenntnis ist auch Anne Schmitz, Sprecherin der Apothekenkammer, gekommen. Zu den vergangenen Jahren habe sich nicht viel verändert, jedoch ist die Nachfrage nach Medikamenten besonders in den letzten Tagen stärker geworden. „Die Natur explodiert“, sagt Schmitz. In ihrer Glückauf-Apotheke verkauft sie zurzeit viele Antiallergika in Form von Tabletten, Augentropfen und Nasenspray.

Zurzeit sei Hochsaison, so Schmitz. „Die gelbe Zeit.“ Da blühe Ulme, Weide, Pappel, Birke, Heinbuche und Esche. Die Blühzeit sei im Mai vorbei, aber dann geht es mit Eiche, Buche, Kiefer und Gräsern weiter. Laut Schmitz werde es ab Juli oder August weniger. „Es hängt aber ganz davon ab, auf was reagiert wird“, ergänzt Mönninghoff. „Es gibt auch Gräser, die sind das ganze Jahr aktiv.“

Neben Antiallergika haben die Experten noch ein paar Tipps für alle, die unter dem derzeitigen Pollenflug leiden: Abends vor dem Schlafengehen ausgiebig duschen und dabei die Haare waschen, um keine Pollen mit ins Bett zu nehmen. Die getragenen Kleider vom Vortag sollten auf keinen Fall im Schlafzimmer verstaut werden und die Fenster sollten geschlossen bleiben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Westerholter Sommerfest: Enttäuschung zum kleinen Jubiläum
Westerholter Sommerfest: Enttäuschung zum kleinen Jubiläum
Hertens Bürgermeister Toplak kommentiert die Gegenkandidatur seines langjährigen Bekannten
Hertens Bürgermeister Toplak kommentiert die Gegenkandidatur seines langjährigen Bekannten
DFB-Pokal-Auslosung 2. Runde: BVB mit Hammerlos - FCB muss auswärts ran
DFB-Pokal-Auslosung 2. Runde: BVB mit Hammerlos - FCB muss auswärts ran
Schalke 04: Nullnummer im  Topspiel bei Borussia Mönchengladbach
Schalke 04: Nullnummer im  Topspiel bei Borussia Mönchengladbach
Alexander Nübel ablösefrei zum FC Bayern? Das sagt er zum direkten Duell
Alexander Nübel ablösefrei zum FC Bayern? Das sagt er zum direkten Duell

Kommentare