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Das THW hatte seinen eigenen Strom mitgebracht. Für die Stromversorgung waren Einsatzkräfte der Fachgruppe Infrastruktur zuständig.

Altkraftwerk

THW rückt mit schwerem Gerät zur Großübung an

Datteln - Rund 120 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks nehmen an der Großübung am Dattelner Altkraftwerk teil. Bürgermeister Dora ist von der Fachgruppe Ortung beeindruckt

Das Technische Hilfswerk (THW) ist eine Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes, in der sich größtenteils ehrenamtliche Kräfte engagieren. Der Umgang mit den, den Helfern zur Verfügung stehenden Gerätschaften will gelernt und geübt sein, was regelmäßige Schulungen und Übungen erfordert.

Eine Großübung der ganz besonderen Art fand am vergangenen Wochenende auf dem Gelände des alten Kraftwerks in Datteln statt. Rund 120 Helfer aus dem ganzen Kreis Recklinghausen waren dabei im Einsatz. Gegründet wurde das THW 1950 und soll, so die Gründungsidee, dem nicht-militärischen Schutz der Zivilbevölkerung dienen. In Friedenszeiten leistet das THW im Bedarfsfall Amtshilfe. Dabei greift das THW oftmals auf schweres, technisches Gerät zurück und begibt sich nicht selten in schwer zugängliche Bereiche und dabei oft auch in Gefahr.

Sieben Ortsverbände nehmen an der Übung teil Der THW-Ortsverband Datteln selbst gehört zum Regionalbereich Gelsenkirchen, der insgesamt elf Ortsverbände umfasst. Sieben der Ortsverbände nahmen an der außergewöhnlichen Übung teil. Auf Einladung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen waren auch Dattelns Bürgermeister André Dora und Landrat Cay Süberkrüb zur Übung erschienen. Und die waren schwer beeindruckt, von dem, was dort im wahrsten Sinne des Wortes aufgefahren wurde. Schon im Einfahrtsbereich steht der erste Bagger, welcher von der Fachgruppe „Räumen“ im Bedarfsfall zum Einsatz gebracht wird.

Ein paar Meter weiter, etwas im Dunkeln gelegen, bauen die Mitglieder der Fachgruppe Bergung ein Gerüst auf. Gar nicht so einfach, allein wegen der unterschiedlichen Lichtverhältnisse. Ein paar Schritte weiter arbeiten die Kollegen mit dem Presslufthammer, um, so der Übungsgedanke, eine Wand zu durchbrechen, um Zugang zu möglicherweise Hilfesuchenden zu bekommen. Im Inneren des Kraftwerkes trainiert die Fachgruppe „Beleuchtung“, denn gute Sicht hilft nicht nur bei der Ortung von Personen, sondern dient auch der eigenen Sicherheit.

Bürgermeister ist von der Fachgruppe Ortung beeindruckt

Sichtlich beeindruckt sind Bürgermeister Dora und Landrat Süberkrüb von der Arbeit der Fachgruppe Ortung. Mittels akustischer Signale können Menschen auch durch mehrere Meter unterschiedlichster Materialien gefunden werden. Eine auf mehrere Meter ausziehbare Endoskop-Kamera ermöglicht den Blick in schwer zugängliche Bereiche.

„Eine solche Umgebung ist auch für uns etwas ganz Besonderes“, erklärt Susanne Kieb vom Landesverband Nordrhein-Westfalen. Einen ganzen Tag lang durften die Teams des THW auf dem Kraftwerksgelände ihre Übungen durchführen. Wenn der nächste Einsatz kommt, sind sie also nicht nur gut ausgerüstet, sondern auch bestens vorbereitet.

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