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Das aktuelle Vereinsheim von Külürspor Datteln soll im Zuge des Umbaus zum Sportpark Mitte abgerissen werden. Möglicherweise könnte der alte Bau die Kabinensituation im neuen Vereinsheim aber entspannen.

Ausschuss-Sitzung

Ärger um Vereinsheim im Sportpark Mitte

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Datteln - Jeweils zwei Kabinen sollen die beiden Dattelner Fußballvereine auf dem städtischen Sportplatz im Sportpark Mitte erhalten. Dafür gibt es im Ausschuss für Soziales, Sport und Freizeit viel Kritik.

Der Sportpark Mitte sorgte am Donnerstag bei der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Sport und Freizeit für eine Menge Zündstoff. Während die Einrichtungen für Spiel und Sport noch von fast allen Seiten gelobt wurden, herrschte beim neuen Vereinsheim Unstimmigkeit.

Bereits bei der Vorstellung des überarbeiteten Entwurfs im Juli gab es Kritik. Sowohl der Fusionsverein DJK Sportfreunde, als auch Kültürspor sollen auf der neuen Anlage untergebracht werden. Allerdings sollen sie nur zwei Kabinen pro Verein erhalten.

Zwei Kabinen für 22 Mannschaften

Zwar liegt das Vereinsheim nun nicht mehr in den Händen des Planungsbüros, das noch für den eigentlichen Sportpark verantwortlich ist, Stadt-Bauingenieurin Jasmin König konnte aber vorerst keinen Fortschritt präsentieren. Sie merkte zwar an, dass „Erarbeitungsbedarf“ bestehe, aufgrund des Budgets von 3,2 Millionen Euro, das zum Großteil aus Fördergeldern stammt, ist eine größere Fläche als die eingeplanten 308 Quadratmeter jedoch nicht zu realisieren. „Das ist eine Katastrophe“, war Norbert Gröger vom Stadtsportverband bestürzt.

Allein die DJK Sportfreunde schicken in der laufenden Saison 22 Mannschaften aufs Feld. Zudem sei eine Frauenmannschaft in Planung. Von Kültürspor kommen noch acht Teams im Spielbetrieb hinzu. Gerade bei der Jugend, die oftmals gleichzeitig auf dem Platz ist, könne das zu einem Problem werden.

Keine Diskussion um Kültürspor-Vereinsheim

„Die Politik sollte sich nicht überall einmischen“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Heinz-Norbert Benterbusch (SPD) und schlug vor, die Sache dem Stadtsportverband zu überlassen. Thomas Benterbusch (CDU) entgegnete: „Wir können doch nicht den Zorn der Bürger auf uns ziehen und für 3,2 Millionen Euro etwas bauen, das nicht zweckmäßig ist.“

Eine breit gefächerte Auswahl an Sport- und Spielmöglichkeiten soll der neue Sportpark Mitte bieten. Während ein eigentlich geplanter Soccer-Court finanziell nicht zu stemmen ist, ist eine hügelige Pumptrack-Bahn für Skater und BMX-Fahrer geplant. Zudem wird eine große Kletterpyramide hoch aus dem Sportpark ragen. Angrenzend soll ein Spielplatz errichtet werden, auf dem auch Kleinkinder ihren Spaß haben. Eine Badmintonanlage und ein Beachvolleyballplatz sind ebenso geplant wie eine Fläche für Rollschuh- und Inlineskate-Fahrer, die im Winter zu einer Eisbahn umgewandelt werden kann. Wie im Sportpark Süd sollen auch Fitness-Geräte einen Platz finden.

Beigeordneter Dirk Franke merkte an, dass der neue Sportpark für die breite Masse gedacht sei. „Es war nie die Rede davon, dass die Fußballvereine ihre Traumstätte errichtet bekommen“, fügte er hinzu. Ein Vorschlag, das bestehende Vereinsheim von Kültürspor vorerst nicht abzureißen und in das Konzept zu integrieren, wurde nicht weiter diskutiert. Gesprächsbedarf bleibt vorhanden.

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