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Bürgermeister André Dora (r.) überreicht Dr. Mehdi Bathaeian den 4. Dattelner Ehrenamtspreis. Bathaeian engagiert sich seit fast 21 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz.

Auszeichnung

Ehrenamtspreis für DRK-Bereitschaftsleiter Mehdi Bathaeian

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Datteln - 400 Stunden seiner Freizeit investiert der frischgebackene Ehrenamts-Preisträger Dr. Mehdi Bathaeian jährlich in seine ehrenamtliche Tätigkeit.

Um Gemeinschaft und Gemeinnützigkeit geht es beim 8. Dattelner Ehrenamtstag. Viele Vereine und Verbände sind gekommen, um sich mit anderen Bürgerinnen und Bürgern über ihre Tätigkeit auszutauschen. Darunter die AWO, DLRG, Diakonie, IG BCE, der Caritas Verband, der Sozialdienst katholischer Frauen , der Sozialverband VDK, das Bunker- und Bergbaumuseum, das Repair Café, das Team Flohmarkt und der Seniorenbeirat Datteln. „Ehrenamt ist wichtig. Vieles wäre ohne die vielen freiwilligen Helfer gar nicht möglich“, sagt Dirk Lehmanski, Sprecher der Stadt Datteln.

Deshalb sei auch der Ehrenamtspreis ins Leben gerufen worden. Zum vierten Mal wurde er verliehen. Der Preisträger des diesjährigen Ehrenamtspreises – Dr. Mehdi Bathaeian – gibt sich nach der Verleihung bescheiden: „Ich bin eigentlich nur eine kleine Nummer. Eigentlich müssten hier alle geehrt werden. Aber man sieht: Wir sind nicht allein.“

Seit 21 Jahren arbeitet Bathaeian für das DRK

Für den diesjährigen Ehrenamtspreis waren bei der Stadt 18 Vorschläge eingegangen. Die Jury hatte sich einstimmig für den gebürtigen Iraner entschieden. 400 Stunden Freizeit investiert Bathaeian jährlich in seine ehrenamtliche Tätigkeit. Der 53-Jährige war im Irak-Krieg an der Front und floh 1995 nach Deutschland. Sein im Iran abgeschlossenes Medizinstudium wurde hier nicht anerkannt.

Doch er kämpfte sich durch und absolvierte erfolgreich ein Studium in Agrarwissenschaften und arbeitet heute bei einer Blumenzucht in Waltrop. Seit knapp 21 Jahren arbeitet er ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Angefangen hat er im Blutspendedienst. Heute ist Bathaeian Ausbilder und Bereitschaftsleiter. „Die Gemeinschaft verbindet“, sagt der 53-Jährige. „Wir sind eine große Familie.“ Und diese helfe sich nicht nur untereinander, sondern stehe auch in engem Kontakt mit anderen Vereinen und ehrenamtlichen Helfern, wie der VHS und den Kanuten Emscher-Lippe. „Wir schauen nicht was die Stadt für uns tun kann, sondern was wir für die Stadt tun können“, sagt Bathaeian am Samstag beim 8. Dattelner Ehrenamtstag auf der Martin-Luther-Straße.

Tischtennis-Verein TTC Blau-Weiß Datteln ist zum ersten Mal dabei

21 Vereine und Verbände haben Informations- und Waffelstände, Glücksräder und Co. aufgestellt. „In diesem Jahr sind es leider etwas weniger. Wir hatten auch schon mal 30 Teilnehmer“, sagt Stadtsprecher Dirk Lehmanski. Zum ersten Mal mit dabei ist der Tischtennis-Verein TTC Blau-Weiß Datteln. „Es war meine Idee hier mitzumachen. Wir wollen unseren Verein präsentieren“, sagt Geschäftsführer Heiko Gröne. Und die Rechnung scheint aufzugehen. Er kommt mit Jung und Alt ins Gespräch. „Wegen des Wetters haben wir nur unsere kleine Tischtennisplatte mitgenommen“, sagt Gröne. Aber auch diese wird gut genutzt. Ein paar Schritte weiter können sich Besucher ebenfalls sportlich betätigen: Dort ist ein kleines Street-Tennis-Feld mit Netz aufgebaut.

Seit 2015 wird der Ehrenamtspreis am Ehrenamtstag von Bürgermeister André Dora verliehen. Jeder Dattelner kann Vorschläge einreichen. „Mit dem Preis möchten wir Menschen auszeichnen, die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Menschen, die es verdient haben, dass ihr Engagement besonders gewürdigt wird, weil sie einen großen Teil ihrer Freizeit opfern und mit Herzblut dazu beitragen, dass verschiedenste Angebote aufrechterhalten werden können“, so Dora. Über die Vergabe entscheidet eine Jury bestehend aus dem Bürgermeister, seinen Stellvertretern sowie einem Mitglied der „Morgenpost“-Redaktion.

Etwas für die Ohren gibt´s von Mister Killing String alias Helmut Strzebrakowski. Der 55-jährige Dattelner macht seit seiner Kindheit Musik. Seit 20 Jahren spielt er in der Waltroper Oldie-Liveband „Movin´on“. Vor fünf Jahren hat er angefangen, auch als Solokünstler aufzutreten. „Am liebsten trete ich aber mit meiner Band auf. Das macht am meisten Spaß und ist noch einmal ein ganz anderes Gefühl in der Gemeinschaft zu spielen“, sagt Strzebrakowski. Gemeinschaft ist eben das Wichtigste!

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