Auto stürzt in Kanal

Todesfahrt: Fahrer erlitt Herzinfarkt

AHSEN - Der Fahrer des Unglücks-Volvos, der am Sonntagabend mit drei weiteren Personen in Ahsen an der Kanalbrücke in den Kanal stürzte, hat offenbar zuvor einen Herzinfarkt erlitten. Das teilt die Polizei soeben mit.

Das hat die Obduktion des Fahrers ergeben, sagt Polizeisprecher Michael Franz. Damit steht fest, dass es sich bei der Tragödie in Ahsen, bei der zwei befreundete Ehepaare aus Waltrop und Dortmund ums Leben kamen, um einen Unglücksfall handelt und der Fahrer wegen eines medizinischen Notfalls die Kontrolle über das Auto verlor. Fahrer der Volvo-Limousine war ein 74-jähriger Mann aus Waltrop. Die Polizei vermutet, dass sich die vier auf dem Rückweg von einer gemeinsamen Ausflugsfahrt befanden, als das Unglück geschah und der Volvo zu Beginn der Brücke durch die Brüstung brach und in den Kanal stürzte. Zur Klärung der Todesursache würden auch noch die drei weiteren Unfallopfer obduziert, sagt Franz.

Dass es sich um eine Verkettung unglücklicher Umstände handeln dürfte, wird laut Polizei auch durch die Aussage einer Zeugin bestätigt. Die war hinter dem Volvo gefahren und hatte keinerlei auffälliges Fahrverhalten bemerkt, bevor das Auto nach rechts von der Fahrbahn abkam.

Die Rettungskräfte waren am Sonntag gegen 18.50 Uhr alarmiert worden. Das Auto war aus Richtung Ahsen kommend an der Kanalbrücke nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in den Kanal gestürzt. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, konnte sie eine leblose männliche Person - den 74 Jahre alten Waltroper – bergen.

Die Leiche trieb an der Wasseroberfläche. Die bange Frage, ob sich weitere Personen in dem Wrack unter Wasser befanden, klärte sich eine Stunde später. Rettungstaucher hatten in dem Auto drei Personen ausgemacht. Zwei der Toten konnten die Taucher ohne Probleme bergen.

Die letzte Person, die Frau aus Dortmund, war aber auf dem Rücksitz eingeklemmt. Eine Bergung unter Wasser war nicht möglich. Die Feuerwehr musste deshalb mit Hilfe von Aufschwimmkörpern das Auto an die Wasseroberfläche holen und danach per Autokran das Fahrzeug an Land hieven. Gegen 0.30 Uhr war das Auto endlich am Haken des Krans. Der Wagen war völlig demoliert, das letzte weibliche Opfer konnte geborgen werden.

Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei hat eine Mordkommission eingesetzt. Die Feuerwehr war mit insgesamt 58 Leuten vor Ort, darunter Taucher der DLRG in Haltern und von der Feuerwehr Dorsten.

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