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Projektleiter Holger Gutt erläuterte die Planung der Brückensperrungen am Dümmerbach.

Bauarbeiten

Nach Anwohner-Beschwerden geht Lippeverband in die Offensive

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Datteln - Nach einer Reihe von Anwohner-Beschwerden in Sachen Kanalbau Dümmerbach geht der Lippeverband jetzt in die Offensive.

In einer Doppelsprechstunde stellte sich am Dienstagnachmittag der Projektleiter des Lippeverbandes, Holger Gutt, im Baubüro am Hagemer Kirchweg den Fragen der Anwohner. Besonders harte Kritik hatte es zuletzt wegen der Komplett-Sperrung der drei Brücken in Hagem und im Dümmer gegeben.

Vor allem die Art und Weise wie die gravierenden Behinderungen und Belastungen für die Anwohner der Großbaustelle kommuniziert, beziehungsweise nicht kommuniziert wurden, gab Anlass zu heftiger Kritik: „Also ihre Kommunikation war schlecht, die von der Stadt noch schlechter. Und Leidtragende sind die Kinder, die sich einen anderen, unsicheren Weg zu Schule und Kindergarten suchen mussten“, sagte Anwohner Hubert Süllentrup.

Brücken werden während Betriebsferien vorübergehend freigegeben

Projektleiter Holger Gutt räumte Fehler ein und versprach Besserung, wenngleich: „Die Probleme hängen mit den Unwägbarkeiten im Tiefbau zusammen. Manchmal treten unvorhersehbare Verzögerungen auf und manchmal geht der Kanalbau wesentlich zügiger voran als erwartet. So war es in diesem Fall. Ursprünglich sollte hier mit unterirdischem Rohrvortrieb gearbeitet werden. Doch dann entschloss sich die Firma zur konventionellen Bauweise und war damit nicht nur billiger, sondern auch doppelt so schnell.“ Doch Holger Gutt hatte auch gute Nachrichten für die Anwohner, die sich im Baucontainer eingefunden hatten: Die Brücke Telemannstraße kann am 3. August wieder freigegeben werden, weil die Baustelle dann nach Süden weitergewandert sein wird. Die anderen beiden Brücken werden vom 3. bis 27. August vorübergehend freigegeben, weil die Baufirma dann Betriebsferien macht. Im Falle der Brücke Hundewiese könnte ebenfalls eine komplette Freigabe infrage kommen. Das ist aber im Augenblick noch nicht sicher. Lediglich die Brücke Hedwigstraße wird definitiv nach dem Ende der Betriebsferien wieder gesperrt.

Kanalbauarbeiten werden voraussichtlich bis Mitte 2019 andauern

Die Anwohner – das machten sie bei all ihren Beschwerden dennoch klar – wissen die ökologischen Vorteile und den Gewinn für ihre Wohn- und Lebensqualität durchaus zu schätzen, wenn die „Köttelbecke“ verschwindet und ein natürlicher Bach sich durchs Quartier schlängelt. Aber bis es soweit ist, müssen die Bürger noch ein gehöriges Maß an Belastungen hinnehmen.

Bis Mitte 2019 werden die Arbeiten am unterirdischen Abwasserkanal noch dauern. Im Zuge dessen wird im September die Zechenstraße bis April/Mai nächsten Jahres komplett gesperrt. Mit einem verbesserten Baustellen-Management und besserer Informationspolitik ließen sich diese Einschränkungen sehr viel besser ertragen, so die einhellige Meinung der Anwohner.

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