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Diese Animation zeigt, wie die Bebauung später zwischen Grüner Weg und Alsenstraße aussehen wird.

Bebauung

Eine bekannte Villa verschwindet

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DATTELN - Der Deitermann-Familiensitz am Grünen Weg, in der des Öfteren Polit-Prominenz zu Gast war, wird aktuell abgerissen. Das Büro Großhanten & Huthwelker plant auf dem Gelände eine Mischung aus Eigentums- und Mietwohnungen.

In Datteln hieß die prunkvolle Immobilie am Grünen Weg kurz und knapp Deitermann-Villa. Doch der Glanz aus früheren Jahren ist verschwunden – wie bald auch das Gebäude selbst. Der Recklinghäuser Architekt und Bauherr Gerd Huthwelker lässt die Villa derzeit abreißen für ein Neubauvorhaben zwischen Grüner Weg und Alsenstraße.

Bei den Sommerfesten der Unternehmer-Familie Deitermann sei des Öfteren Polit-Prominenz zu Gast gewesen, berichtet Huthwelker im Gespräch mit unserer Redaktion. So soll zum Beispiel auch der inzwischen verstorbene NRW-Landesvater und Ministerpräsident Johannes Rau zu Besuch gewesen sein, erzählt der Architekt.

Mischung aus Eigentums- und Mietwohnungen

Das Büro Großhanten & Huthwelker plant auf dem 6000 Quadratmeter großen Gelände eine Mischung aus Eigentums- und Mietwohnungen. In das Vorhaben werden nach Angaben von Gert Huthwelker rund zehn Mio. Euro investiert.

An der Grenze zur Alsenstraße entstehen vier Zweifamilienhäuser in zweieinhalbgeschossiger Bauweise. In drei weiteren Gebäuden plant das Büro auf dem Gelände 27 Mietwohnungen, allesamt barrierefrei. Alle Wohnungen erhalten Balkon oder Terrasse die allesamt nicht zur Straße ausgerichtet sind und den Bewohnern somit eine Ruhezone garantieren. Bei den Mietpreisen geht Gerd Huthwelker von acht bis neun Euro pro Quadratmeter aus. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 70 bis 105 Quadratmeter. „Eine interessante Alternative für Leute, die sich von ihrem Eigentum trennen wollen und eine großzügige Wohnung suchen“, so Huth-welker weiter. Die Garagen werden allesamt begrünt.

Beginn voraussichtlich im März

Deitermann-Geschichte 1899: Alfons Deitermann gründet eine Ziegelei. 1905: Entwicklung bauchemischer Produkte. 1945: Die Fabrik an der Lohstraße wird bei einem Luftangriff zerstört. 1946: Wiederaufbau. Die Deitermann-Söhne Helmut und Werner machen die Firma zu einem führenden Bauchemie-Spezialisten Europas. 1999: Bau der Produktionsstätte in Natrop, nun unter dem Dach der Heidelberger Bauchemie. 2005: Deitermann wird mit der maxit GmbH, einem ehemaligen Konkurrenten, verschmolzen. 2007: maxit/Deitermann wird für 2,1 Mrd. an den Konzern Saint Gobain (Frankreich) verkauft. 2009: maxit/Deitermann wird mit der deutschen Saint-Gobain Tochter SG Weber verschmolzen. Der Name „Deitermann“ verschwindet.

Bei der Realisierung des Bauvorhabens drückt das Büro Großhanten & Huthwelker aufs Tempo. Sobald die Deitermann-Villa verschwunden ist, rückt der Kampfmittel-Beseitigungsdienst an, um das Areal auf Blindgänger abzusuchen. Direkt danach, voraussichtlich im März, soll mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Huthwelker schätzt, dass die Wohnhäuser an der Alsenstraße Ende des Jahres bezugsfertig sein werden.

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