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3,9 Mio. Euro kostet der Neubau der Asylunterkunft an der Markfelder Straße.

Bezugsfertig im Sommer

Soziale Bauprojekte auf der Zielgeraden

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Datteln - Die Flüchtlingsunterkunft an der Markfelder Straße und das Haus für Obdachlose an der Hachhausener Straße sind bald fertig.

Zwei wichtige soziale Bauprojekte der Stadt befinden sich auf der Zielgeraden. Die neue Flüchtlingsunterkunft an der Markfelder Straße und das runderneuerte Haus für die Unterbringung von Obdachlosen in Hachhausen sollen beide im Sommer bezugsfertig sein, berichtet Stadtarchitektin Jasmin König im letzten Sozialausschuss der Politik.

Festbauweise kostet 3,9 Mio. Euro

Mit der Fertigstellung des Asylheims wird bis Anfang September gerechnet, das Obdachlosen-Haus soll Anfang Juli zur Verfügung stehen. Insgesamt entstehen an der Markfelder Straße auf 1950 Quadratmetern 26 Doppelzimmer (davon zwei barrierefrei), sechs Einzelzimmer und sechs Wohnungen für Familien (davon drei barrierefrei). Im Gegensatz zu der maroden Container-Unterkunft neben an verfügt jede Wohnung im Neubau über ein eigenes Bad und eine eigene Küche.

3,9 Mio. Euro kostet der Bau die Stadt Datteln, den die Politik am 22. Juni 2016 beschlossen hat. Zuschüsse gibt es keine. Die hätte es nur für mobile Anlagen zur Unterbringung von Geflüchteten gegeben. Der Rat hat sich aber bewusst für eine Festbauweise entschieden, um langfristig planen zu können.

Stadt betreut 175 Flüchtlinge

Denn das neue Wohnheim spielt bei den Planungen der Stadt in Sachen Unterbringung von Geflüchteten eine zentrale Rolle. 140 Plätze bietet der Bau in U-Form. Neben den Sammelunterkünften in Ahsen und an der Industriestraße im Hötting hat die Stadt derzeit noch etliche Wohnungen angemietet. Die Verwaltung will nach Fertigstellung des Neubaus am Kanal weitere Wohnungen abmieten, um von den Mietkosten herunter zu kommen. Durch Abmietung werden in diesem Jahr bereits 60.000 Euro eingespart. Weitere Mietkündigungen erfolgen 2021. Aktuell betreut die Stadt 175 Flüchtlinge in Datteln.

Anders als bei der Flüchtlingsunterkunft gab es bei der Grundsanierung des Obdachlosen-Hauses erheblichen Zeitverzug. Das war zum einem dem Wetter geschuldet. Zum anderen gab es Probleme bei den Ausschreibungen für die Gewerke. Zweimal musste die Stadt Ausschreibungen aufheben, weil es keinen geeigneten Anbieter gab. Zwölf Wohnungen entstehen an der Hachhausener Straße mit unterschiedlichen Größen und Zuschnitten zwischen 25 und 50 Quadratmetern. 25 Personen finden dort Platz, es gibt Einzel- und Doppelzimmer sowie Familien-Wohnungen. Alle bekommen eine kleine Küchenzeile und haben einen eigenen Sanitärbereich, die Duschen waren vorher noch im Keller. 750.000 Euro investiert die Stadt dafür.

Aktuell betreut die Stadt 23 Obdachlose. Darunter befindet sich allerdings keiner der sogenannten Tippel-Brüder, die freiwillig „auf der Platte“ leben. Vielmehr sind es Personen, die wegen Zwangsräumung ohne Wohnung sind.

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