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über die Hafenpromenade fand am Donnerstag das Bürgermeisterforum statt. Die Bürger kamen vorwiegend mit Anliegen aus ihrem Quartier auf André Dora zu und brachten ihre Vierbeiner zum Ausflug mit.

Bürgermeisterforum

Die Stadt an den Kanal holen

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Datteln - Die Kanäle sollen mit ins städtische Leben einbezogen werden. Zwei Großbaustellen, der Brückenbau für die Umgehungsstraße B474n und die Kanalerweiterung, könnten dabei aber zunächst für Probleme sorgen.

Das Bürgermeisterforum hat in Datteln mittlerweile Tradition. Erstmals hörte sich André Dora am Donnerstagnachmittag nun die Begehren der Bürger bei einem Spaziergang entlang der Hafenpromenade an. Dabei bot sich gerade mit Blick aufs Dattelner Meer bei untergehender Sonne ein malerischer Ausblick, den die Gruppe eine ganze Weile genoss.

Dieser könnte aber schon im nächsten Jahr durch den Lärm von gleich zwei Bau-Großprojekten gestört werden. Zum Einen beginnen im zweiten Quartal die Brückenarbeiten für die Umgehungsstraße B474n an der Schnittstelle vom Dattelner Meer zum Dortmund-Ems-Kanal. Zum Anderen soll 2019/20 mit den Arbeiten zur Kanalerweiterung auf der Stadtstrecke Datteln begonnen werden.

Anziehungspunkt für Bürger und Touristen

Dass der Kanal ein ganz besonderer Ort im Stadtgebiet ist, darüber waren sich alle Beteiligten des Bürgermeisterforums einig. Die Quartiersmanagerinnen riefen auch schon dazu auf, die Kanäle mehr zu bespielen und ins städtische Leben einzubeziehen. Daran wird hinter den Kulissen auch tatkräftig gearbeitet, bestätigt der Bürgermeister. „Wir müssen den Kanal aber nicht in die Stadt holen, wie es in der Innenstadt immer gesagt wird, sondern wir müssen die Stadt an den Kanal holen“, sagt André Dora. Er könnte sich eine Lokalität direkt an der Hafenpromenade vorstellen, die als Anziehungspunkt für die Bürger und Touristen dienen könnte. Gespräche mit Grundstücksbesitzern seien auch schon gelaufen, derzeit aber ohne Ergebnis.

Um die Lärmbelästigung durch die Baustellen macht sich Dora im Zuge der Kanalpläne weniger Sorgen: „Die Kanalerweiterung wird zum Großteil vom Wasser aus durchgeführt“, sagt Dora und glaubt nicht an große Einschränkungen am Ufer. „Die Brückenarbeiten werden natürlich zu hören sein“, erklärt er, verweist aber auch auf die Dringlichkeit um den Verkehr in der Stadt zu entlasten.

Wertvollsten Schätze immer noch zugänglich

Die Bürger hatten derweil verschiedene Anliegen: Dass Datteln kein Museum mehr hat, habe einen Teilnehmer sehr schockiert. Dora erklärte, dass durch den Einzug der VHS dem Dorfschultenhof viel mehr Mittel zur Verfügung stünden, um das Gebäude zu erhalten. Die wertvollsten Schätze seien zudem immer noch an gleicher Stelle zugänglich.

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