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Viele verschiedene Sprachen und Kulturen kamen im Comenius-Gymnasium zum Thema Migration zusammen. Von ihrem Besuch im Bergbaumuseum brachten die Schüler viele Fragen mit.

Comenius-Gymnasium

Multikulturelle Erlebnisse mit ausländischen Gästen

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DATTELN - Eine Woche lang gastieren Austauschschüler aus Spanien und Griechenland am Comenius-Gymnasium. Im vergangenen Jahr reisten die Comenius-Schüler zwei Mal ins Ausland.

Deutsch, Englisch, Spanisch, Griechisch – bei vier verschiedenen Sprachen können die Schüler des Comenius-Gymnasiums derzeit auch mal durcheinander kommen. Bis Samstag gastieren Austauschschüler aus Spanien und Griechenland in Datteln. Sie lernen das Ruhrgebiet von Bergbau bis Kultur kennen, bringen aber auch Einblicke aus ihrer Heimat in die Kanalstadt.

Gegenbesuch aus Griechenland und Spanien

Ein volles Programm haben die Comenius-Schüler für ihren Besuch vorbereitet. Erst im vergangenen Jahr reisten sie zwei Mal ins Ausland und brannten nun auf den Gegenbesuch, der unter dem Motto „Migration and Diversity“ stattfindet. Die Schüler sollen also viel über die Einwanderung nach Deutschland und die vorhandene Vielfalt erfahren. Dafür ging es am Dienstag ins Bergbaumuseum nach Bochum. Wie die Schüler dort erfuhren, war der Bergbau und die dadurch benötigte Vielzahl an Arbeitskräften ein Grundstein der Migration in Deutschland.

Um diese Inhalte weiter zu vertiefen, hielt die 17-jährige Comenius-Schülerin Paula einen Vortrag über die Entwicklung der Migration und den Ursprung der Gastarbeiter im Ruhrgebiet. Die Großväter der Schülerinnen Sara und Hilal sind selber als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen und berichteten aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz. Allen Schülern brannten Fragen an die ehemaligen Bergmänner nur so unter den Nägeln. Als Grund für ihre Entscheidung, nach Deutschland zu kommen, nannten beide das „gute Geld“, dass die Arbeiter in Deutschland im Vergleich bekommen haben. Über 20 Jahre haben die beiden Rentner im Bergwerk gearbeitet. Ursprünglich kamen sie, um über ein bis zwei Jahre Geld zu verdienen und ihre Familie in der Heimat zu versorgen.

Ehemalige Gastarbeiter erzählen

Während dieser Zeit bauten sie sich wie viele Gastarbeiter ein neues Leben im Ruhrgebiet auf und leben bis heute in der Region. Die ausländischen sowie Comenius-Schüler ließen sich geduldig die Ansichten der beiden ehemaligen Gastarbeiter erklären und verknüpften vorab im Bergbaumuseum gelernte Inhalte mit ihren Aussagen.

Am Mittwoch lag es dann an den Austauschschülern und -Lehrern, der Kanalstadt einen Teil ihrer Kultur näher zu bringen. Beim Besuch an der Grundschule Meckinghoven zeigten sie den Grundschülern Spiele und Tänze aus ihrer Heimat, zeigten Bilder vom Besuch der Comenius-Schüler und machten die jungen Dattelner mit Gewürzen und besonderen Gerüchen aus Griechenland und Spanien bekannt. „Heute ist es multikulturell“, sagt Comenius-Lehrerin Kerstin Degener, die sichtlich erfreut über die tobenden Kinder und strahlenden Gesichter der Austauschschüler war.

Syrische Spezialitäten

Eine Gruppe bereitete in der Schulküche sogar das Mittagessen für alle Beteiligten zu. Als Nachspeisen standen syrische Spezialitäten auf dem Programm.

Bis Samstag bleiben die Gäste in Datteln. Zuvor steht noch eine Fragerunde mit der Caritas sowie ein Ausflug nach Münster auf dem Programmplan. Dann sollen alle Schüler mit neuen Eindrücken zurückkehren und die Kanalstadt sowie ihre Gastgeber vom Gymnasium in bester Erinnerung behalten.

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