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Der rückwärtige Trakt des Comenius-Gymnasiums wurde 1929 erbaut. Seit 1990 steht er unter Denkmalschutz.

Comenius-Gymnasium

Schnittstelle Sozialpraktikum

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Datteln - In diesem Schuljahr bietet das Comenius-Gymnasium erstmals ein Sozialpraktikum an. Es soll den Schülern Einblick in einen völlig neuen Lebensbereich ermöglichen.

Nachwuchssorgen sind im sozialen und ehrenamtlichen Bereich keine Seltenheit. In der Schulzeit haben Kinder und Jugendliche auch nur selten eine Schnittstelle zu sozialen Einrichtungen, sofern sie nicht selber davon betroffen sind. Genau da soll das neue Konzept Sozialpraktikum am Comenius-Gymnasium in diesem Schuljahr ansetzen.

Auf freiwilliger Basis wird den Schülern der neunten Klasse angeboten, sich außerhalb des Unterrichts, am Nachmittag und am Wochenende bei sozialen Einrichtungen im Stadtgebiet zu engagieren. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt dabei, nach Absprache mit den Einrichtungen, zwei bis drei Stunden. Das Organisationsteam des Comenius-Gymnasiums um die Lehrer Maximilian Westrup und Julian Borghs sowie Schulleiterin Regina Brautmeier verspricht sich von der neuen Praktikumsmöglichkeit einen Einstieg in einen für die Schüler „völlig neuen Lebensbereich“. Es soll die Zuverlässigkeit, das Durchhaltevermögen, das Verantwortungsbewusstsein und auch die Bereitschaft für ein soziales Engagement fördern.

Zertifikat zum Abschluss

Auf der Elternversammlung zu Beginn des Schuljahres fand die Projektidee jedenfalls schon großen Anklang. Und auch für die Schüler dürften die Erfahrungen, aber auch das Zertifikat zum Abschluss des Sozialpraktikums einen Grund darstellen, sich rege an dem Projekt zu beteiligen. „Wir haben aktuell 17 bis 20 Plätze zur Verfügung“, sagt Maximilian Westrup. Das wäre knapp ein Sechstel des gesamten Jahrgangs. Die bisherigen Kooperationspartner sind die Dattelner Tafel, das Ida-Noll-Seniorenzentrum, der Caritas-Spieltreff für Geflüchtete, das Johanneswerk, der Katholische Kindergarten St. Antonios, das Familienzentrum Johanniter-Kinderhaus und die Gustav-Adolf-Schule.

Schulsozialarbeiterin begleitet Praktikanten

Trotz der bereits großen Auswahl werden weitere Partner gesucht. Das Konzept ist auf Grundlage der langjährigen Sozialpraktika am Gymnasium Petrinum in Recklinghausen im Kontakt mit der ehemaligen Lehrerin Ute Strobel entstanden. Die Anpassung erfolgte dann in Zusammenarbeit mit den Studentinnen Esther Brohl und Carolin Ewering der Fachhochschule Münster, die die Premiere im Rahmen ihrer Masterarbeit zudem evaluieren werden. Schulsozialarbeiterin Christina Mücke bereitet die Jugendlichen dabei auf die Praktika vor und begleitet den Prozess. Als Schirmherr konnte das Gymnasium Bürgermeister Andrè Dora gewinnen, der auch gleich den Erlass von möglichen Kosten für zum Beispiel Gesundheitszeugnisse zugesichert hat.

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