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Mit dem Hashtag #we remember wollen die Neuntklässler des Comenius-Gymnasiums ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Zeitnah zum Holocaust-Gedenktag haben die Schüler im Gymnasium Bilder mit Zitaten von Zeitzeugen aufgehängt, um die Geschehnisse in der Vergangenheit in Erinnerung zu rufen.

Comenius-Gymnasium

Die Vergangenheit in Erinnerung rufen

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DATTELN - Die neunte Klasse des Comenius-Gymnasiums hat Plakate mit Zitaten von Holocaust-Opfern gegen das Vergessen aufgehangen.

Beim Gang durch die Flure des Comenius-Gymnasiums läuft Schuldezernent Dirk Franke ein leichter Schauer über den Rücken. Der Grund: Seit einigen Tagen hängen dort Plakate mit Zitaten von Holocaust-Überlebenden. „Das ist beeindruckend – ich bin regelrecht gerührt“, so Franke. Für die Schüler ist diese Art der Präsentation ihrer Schulaufgabe ein Zeichen gegen das Vergessen. „Es ist sehr wichtig, dieses Thema in Erinnerung zu halten“, findet Moritz aus der Klasse 9d. „Es darf sich nicht wiederholen, das ist das Wichtigste! Jedem soll klar werden, wie schlimm das war.“

14 eigene Präsentationen haben die Jugendlichen im Unterricht von Sarah Homann und Christoph Schulz in den letzten Wochen bearbeitet. „Thema der Präsentationen sind die Überlebenden von Auschwitz auf den Ebenen Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“, so Homann. „Die Schüler haben sich eine Person ausgesucht um ihre Geschichte zu erzählen.“ Die bekannten Zitate dieser Personen sind für alle Schüler im Gymnasium zu sehen. In nächster Zeit steht im Rahmen der Unterrichtsreihe auch ein Besuch in der Wewelsburg in Paderborn an. „Seit drei Jahren machen wir eine Gedenkstättenfahrt“, so Homann. Die Jugendlichen scheinen sich für das Thema sehr zu interessieren. Vor kurzem habe die Lehrerin den Film „Schindlers Liste“ gezeigt: „Der Film hat die Schüler sehr beeindruckt. Sie haben viele Fragen gestellt.“

In der Unterrichtsreihe NS-Zeit ist der Pädagogin besonders wichtig, dass es „kein Auswendiglernen von Daten und Fakten ist, sondern dass das etwas mit mir zu tun hat.“ Jedes Jahr behandelt sie das Thema im Unterricht auf andere Art und Weise, aber immer mit dem Slogan: Nie wieder!

„Es ist wichtig, zu verdeutlichen, dass auch Jugendliche sich Gedanken machen können und sollen“, findet Schüler Luca. „Man kann auch jetzt etwas ändern – nicht erst im Bundestag.“

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