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Das Publikum hatte sichtbar Spaß und schunkelte und sang kräftig mit großem Vergnügen beim 40. Geburtstag des Hafenchores in der Stadthalle mit.

Dattelner Hafenchor

Ein fulminantes Geburtstags-Ständchen

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DATTELN - Der Hafenchor und das DEO nehmen die Gäste in der Stadthalle mit auf eine dreistündige musikalische Reise, das Dattelner Elternorchester mischt als Geburtstagsgast kräftig mit.

Die Landungsbrücke „Stadthalle“ ist voll besetzt, der Dattelner Hafenchor hat in weißen Hosen und himmelblauen Hemden Anker gesetzt und feiert den 40. Geburtstag mit seinen Fans. Das dreistündige Programm unter vollen Segeln lässt nichts vermissen, das Dattelner Elternorchester mischt als Geburtstagsgast kräftig mit.

Der Stadthallensaal ist farbig illuminiert und mit selbstgestalteten Bildern maritim gestaltet, zur Begrüßung der Zuhörer gibt es Sekt. Das macht locker, die gute Laune ist bei allen bereits vor dem ersten Ton da. Detlef Hintze, Vorsitzender des Dattelner Hafenchores, begrüßt unter anderem auch die Ehrengäste des Konzertes. Ein Begründer und Sänger der ersten Stunde sitzt unter ihnen: der 90-jährige Lucien Bier. Zu viele Worte möchte Hintze nicht machen, schnell startet das Konzert unter der Leitung von Stefan Pietzko. Ein großes, weißes Kreuzfahrtschiff erscheint im Hintergrund der Bühne und der Chor singt seine Melodien über Meere, Palmen, Strand und Sehnsucht, während draußen Schneeregen fällt. „Aloha Oe, die Heimat der Matrosen ist die See.“, ertönt es von der Bühne und es dauert nur wenige Sekunden, bis das Publikum absolut textsicher mitsingt. Bevor es zu wehmütig wird, legt Pietzko ein paar Takte auf seinem Keyboard zu und ein flotter Boogie-Woogie nimmt seinen Lauf: „My Bonny is over the ocean.“ Die Zuhörer lassen sich nicht abhängen und halten auch hier locker mit. Ihre Füße geben Tanzeinlagen unter den Tischen. Der Hafenchor trumpft mit seinen Solisten auf: Günter Spieß, Udo Möller und Detlef Hintze nehmen mutig ihre Positionen ein und erobern das Publikum mit ihrem jeweiligen Shanty. Werner Timmermann rückt mit seiner Mundharmonika nach und spielt „Santo Domingo.“ Schunkelalarm heißt es an diesem vergnüglichen Abend mehrfach und die Geburtstagsgäste lassen sich nicht lange bitten: Einhaken beim Nachbarn und aktive Körperbewegungen nach rechts und links. Pietzko lacht, es läuft rund.

Dattelner Elternorchester rückt an

Das Dattelner Elternorchester rückt bestens gelaunt an. Knapp 50 Musiker erobern ihre Plätze und mischen den Saal weiter auf. Auch sie lassen mit ihrem Frontmann Karl Hölscher schunkeln und mitsingen. Tom und Ben Nasgowitz, die Sunnyboys des Orchesters, greifen zu ihren Tenorhörnern und spielen ein beeindruckendes Solo.

Der Dattelner Hafenchor beweist mit DEO zusammen eine gelungene Einheit, die nicht nur am ersten Mai am Schiffermast funktioniert. Nach einer kurzen Pause geht es weiter und auch der zweite Teil des Konzertes hält, was der erste Teil versprochen hat. Bekannte Western-Melodien von DEO treffen auf die Sturm- und Wellen-Darbietungen des Hafenchores. Insgesamt drei Stunden beste Unterhaltung bieten die Sänger und Musiker, das Publikum wird nicht müde zu applaudieren. „Dankeschön“ heißt es zum Schluss der gelungenen Party, als sich alle Künstler auf der Bühne einfinden und das Finale einläuten. Das neue Hafenchor-Maskottchen, der funktionierende Leuchtturm, erhält noch keinen Namen mit Dattelner Bezug. Das war eigentlich geplant, aber die abgegebenen Vorschläge beinhalten kein wirkliches i-Tüpfelchen. Das kann die Hochstimmung an diesem Abend jedoch nicht trüben. Der Hafenchor hat mit seinem Gast DEO selbst blinkende Signale gesetzt.

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