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Bereiteten ein spannendes Schauspiel vor (v. li.): Timo Henkel als Vater des Bräutigams, Kristin Czyron als Braut, Alina Dragon als Schwester der Braut, Lukas Guse als Bräutigam, Esra Aker als Schwester des Bräutigams, Timo Schneider als Freund der Schwester des Bräutigams und Ex-Freund der Braut, Paula Bittner als Kriminalpolizistin und Katja Wölfel als Mutter der Braut

Dattelner Kriminacht

Gärtner oder Ex-Freund – wer ist der Mörder?

Datteln - 40 Dattelner schlüpften bei der ersten „Kriminight“ der Evangelischen Jugend in die Ermittler-Rolle. Sie deckten den Kriminalfall „Hochzeit in Rot“ auf.

Ein Vier-Gänge-Menü, Fotos aus Kindheitstagen, die an eine Wand projiziert werden, und eine Leinwand, auf der alle Gäste sich verewigen dürfen. Bei der ersten Dattelner Kriminacht im Etienne-Bach-Haus wurde am Samstag eine richtige Hochzeit inszeniert. Die Hochzeitsgesellschaft? Bürgerinnen und Bürger aus Datteln. Die Hauptcharaktere? Engagierte junge Menschen der Evangelischen Jugend. Es begann doch alles so harmonisch. Das frisch getraute Brautpaar schnitt mit kleinen Nagelscheren ein großes Herz in ein Bettlaken, durch welches der Bräutigam seine Frau trug. Dann wurden die Gäste empfangen. Mit Hochzeitsreden der Eltern des Paares begann der Abend, der für alle Beteiligten noch einige Überraschungen mit sich bringen sollte.

Timo Henkel, Jugendreferent der Evangelischen Kirche, hatte die Idee dazu, ein Krimidinner mal für „ganz Datteln“ zu veranstalten. „Ursprünglich machen wir das mit unseren Konfirmanden. Bei denen kommt der Abend immer super an. Deswegen dachten wir uns, dass wir so etwas doch auch mal für die Stadt organisieren können“, berichtet er. „Hochzeit in Rot“ nannten sie das Stück, welches in Eigenproduktion entstand. Doch geahnt, dass so viele Interessierte bereits im Vorverkauf ihre Karte erwerben, hatte niemand. Das bestätigte Susanne Kuckshoff, Pfarrerin der Gemeinde. „Das große Engagement aller Mitwirkenden zahlt sich aus. Nicht nur ist die Atmosphäre toll, besonders freut es mich, dass der Abend innerhalb so kurzer Zeit ausverkauft war.“ 40 Karten wurden verkauft. Mehr sei aufgrund der Geschichte und des aufwendigen Menüs, das mühevoll zubereitet wurde, gar nicht möglich gewesen.

Nachdem die Gäste eine erste Kostprobe, die Vorspeise, verzehrt hatten, steuerte der gemütliche Abend auf einen Wendepunkt zu. Das Brautpaar hatte den Saal verlassen, um einige Hochzeitsfotos zu schießen. Doch von draußen kam ein lauter Schrei, der die Hochzeitsgesellschaft aufschrecken ließ. Vom Fenster aus konnte man die Braut sehen, die im blutbefleckten Hochzeitskleid regungslos auf dem Boden lag. Paula Bittner ist ebenfalls in der Evangelischen Jugend aktiv und erzählte, wie viel Arbeit alle Beteiligten in das Schauspiel steckten. „Natürlich mussten wir uns oft gemeinsam treffen und unsere Texte üben. Wie bei einem richtigen Schauspiel.“

Den Besuchern wurde im Laufe des Abends die restlichen Gänge serviert. Saltimbocca von der Poularde an Orangen-Safranschaum, Kräuterkartoffelparfait und Gemüsebukett kam als Hauptgericht auf die Teller. Doch wer sich gemütlich zurücklehnen und das Schauspiel genießen wollte, war hier falsch.

Zwischen den Gängen wurden die Verdächtigen des Mordes an der Braut verhört. Die Gäste mussten selber Ermittler werden und sich durch Auslöchern der Charaktere den Tathergang erschließen. Letztendlich war es der Vater des Bräutigams, der den Täter entlarven konnte. Durch einen Stofffetzen am Schuh eines Verdächtigen war allen klar, dass der Ex-Freund der Braut sie aus dem Fenster geschubst haben muss.

Besucherin Waltraud Lagemann freute sich, an diesem Abend miträtseln zu können. „Ich habe einen interessanten Abend erwartet mit spannenden Erlebnissen. Alle Besucher konnten sich mit einbringen und ihren Teil zur Geschichte beitragen.“ Das Schauspiel, welches die Gäste zum Mitfiebern brachte, war für die Evangelische Jugend also ein voller Erfolg.

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