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Der Sculp setzte einen beeindruckenden Schlusspunkt mit seiner Körper-Performance

15. Dattelner Varieté-Nacht

Männergrippe und Betriebsfestklamauk

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DATTELN - Die 15. Dattelner Varieté-Nacht kann nicht alle Gäste überzeugen. Das liegt vor allem an der Ersatzmoderatorin. Einige Gäste gehen bereits in der Pause.

Die Dattelner Varieté-Nacht lud wieder zum Träumen, Lachen und Staunen ein. Die 15. Ausgabe der beliebten Veranstaltung fand jedoch auch ihre Kritiker und sorgte bei einigen Zuschauern für Unmut. Die größte Enttäuschung: Publikumsmagnet Herr Niels war wegen Krankheit nicht mit an Bord.

Die fernsehbekannte Moderatorin Mirja Regensburg eröffnet die 15. Dattelner Varieté-Nacht und muss gleich mit einer schlechten Nachricht beginnen: „Herr Niels ist krank, er hat Männergrippe.“ Das Publikum zeigt sich enttäuscht, lässt sich aber schnell durch die anwesenden Künstler ablenken. Heinz der Zauberer darf starten. Er kommt sympathisch rüber und gewinnt die Zuschauer für sich, auch wenn er mit klassischen, allseits bekannten Tricks aufwartet. Er zaubert keine Kaninchen aus dem Hut, es sind Flaschen und Gläser. Der Geldscheintrick mit Assistentin Birgit, die sich widerstrebend aus dem Publikum auf die Bühne begibt, ist auch nicht neu, verblüfft aber immer noch. Der angekündigte Diabolo-Künstler Phil Os ist ebenfalls erkrankt, dafür ist Stefan Bauer da, der mit seinen Diabolos voller Energie und gespielt tapsiger Ungeschicklichkeit einen perfekten Auftritt inszeniert.

Der Künstler DITO bietet Tanznummern aus der guten alten Zeit. Er steppt auf Koffern und weckt die Erinnerungen an den unvergleichlichen Fred Astaire. Samira Reddmann tanzt ebenfalls, allerdings auf ihrem mitgebrachten Sessel. Die Akrobatin bietet kraftvolle und tänzerische Bilder auf diesem Sitzmöbel und begeistert mit ihrer Beweglichkeit. Den Schlusspunkt bietet der „Sculp“ mit einer besonderen Performance: Er vollführt kraftakrobatische Kunststücke mit beeindruckender Körperbeherrschung. Seine Bühnenkleidung und sein silberfarben bemalter Körper lassen ihn wie eine Maschine wirken.

Diese besondere Szenerie verpassen die Ehepaare Lind und Rottberg, sie gehen in der Pause. Stein des Anstoßes - und nicht nur für sie - ist die Moderatorin des Abends, Mirja Regensburg. Eine verbal eigentlich bestens aufgelegte Künstlerin, die jedoch aus dem Varieté-Abend ihre eigene Show macht. Sie erzählt, und singt, und erzählt und erzählt, das eigentliche Programm rückt in den Hintergrund. „Betriebsfestklamauk“, stellt ein weiterer Zuschauer für sich fest der gerne mehr Akrobatik gesehen und weniger Zweideutigkeiten gehört hätte.

Es ist wirklich schade, dass die Verbal-Akrobatin immer wieder unter die Gürtellinie abrutscht. Viele ihrer Gags sind herzerfrischend und zum Ablachen, leider verlieren sie durch die eingefügten Zoten ihren Charme. Aber nach der Varieté-Nacht ist vor der Varieté-Nacht und die findet im nächsten Jahr hoffentlich mit einem gesundeten Herrn Niels und neuen Höhepunkten statt.

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