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Die Klasse 3b der Albert-Schweitzer-Schule ist jetzt die Patenklasse für das Projekt „Deckel gegen Polio“, das von Dr. Peter Lenga (hinten Mitte) und Dr. Thomas Hölscher (re.) vom Rotary-Club an die Schule von Anja Kühnhenrich gebracht wurde.

Deckel gegen Polio

Schüler sammeln gegen Kinderlähmung

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DATTELN - Die Albert-Schweitzer-Schule hat nun eine Patenklasse, die sich um das Projekt „Deckel gegen Polio“ des Rotary-Clubs an ihrer Schule kümmert.

Verantwortung für ihre ganze Schule hat jetzt die Klasse 3b übernommen: Diese ist nun die Patenklasse des Projekts „Deckel gegen Polio“ an der Albert-Schweitzer-Schule.

Zu Gast waren gestern Morgen Dr. Peter Lenga, Präsident der Rotary-Clubs Datteln-Lippe, und sein zukünftiger Nachfolger Dr. Thomas Hölscher. Sie brachten eine von der Stadt Datteln gestellte Tonne mit, in denen die Grundschüler in Zukunft Kunststoffdeckel für den guten Zweck sammeln.

Verantwortung für die Schule

„Die Patenklasse hat sich informiert, was Polio ist und was man dagegen machen kann“, sagt Schulleiterin Anja Kühnhenrich. Jetzt gehen die Schüler in Dreier-Gruppen in die Klassen und werden dort über das Projekt „Deckel gegen Polio“ informieren. „In Kunst und Deutsch werden die Schüler noch Infoplakate erstellen“, so die Schulleitung. Dann kommen auch kleine Sammeleimer in die einzelnen Klassenräume, die wöchentlich in die große Tonne entleert werden. „Für die Kinder ist das total klasse“, so Kühnhenrich. „Das ist eine ganz einfache Sache, um anderen Kindern, denen es nicht so gut geht, zu helfen.“

Die Albert-Schweitzer-Schule ist mit ihrer Sammeltonne nicht die erste in der Kanalstadt: Bereits das Gymnasium und die Realschule beteiligen sich mit Sammeltonnen am Projekt. „Der Rotary-Club Deutschland führt das Projekt durch und wir haben es für unseren Bezirk übernommen“, sagt Dr. Peter Lenga, Präsident des Rotary-Clubs. Wenn die Tonne an der Schule voll ist, wird sie abgeholt. Gesammelt werden die Deckel anschließend in großen, sogenannten, Big-Packs auf dem Hof Abenhardt in Datteln. „In ein Big Pack passen 250 Kilo – das heißt, wir haben schon 250 Impfungen zusammen“, sagt Dr. Peter Lenga. „Pro Jahr werden in ganz Deutschland 40 Milliarden Deckel gesammelt.“

Kinder im Sammelfieber

Deckel gegen Polio Durch die Sammlung von Kunststoffdeckeln von Ein- und Mehrwegflaschen, Getränkekartons oder auch das gelbe Überraschungsei kann mit dem anschließenden Verkaufserlös das Projekt „Deckel gegen Polio“ unterstützt werden. Polio ist die Abkürzung für Poliomyelitis, eine durch Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit. Die im Deutschen als Kinderlähmung bezeichnete Erkrankung führt zu Lähmungserscheinungen und bei einem schlimmen Krankheitsverlauf auch bis hin zum Tod durch Atemlähmung. In Deutschland gilt Polio als ausgerottet, weltweit gibt es jedoch noch drei Länder, in denen die Krankheit auftritt. Mit 500 gesammelten Deckeln kann eine Impfung gegen Polivieren finanziert werden.

Vor allem die Kinder an Schulen haben Spaß an der Sammelaktion. „Da ist eine richtige Welle entstanden“, sagt Dr. Thomas Hölscher, zukünftiger Nachfolger von Lenga. „Die Kinder sind im Sammelfieber.“ Das Gleiche erhoffe er sich auch an der Albert-Schweitzer-Schule.

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