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457 Meter lang soll die Schallschutzwand in Meckinghoven werden.

Deutsche Bahn

Lärmschutzwand soll 2019 kommen

DATTELN - Der Krach von der Hamm-Osterfeld-Bahn geht vielen Bürgern in Meckinghoven auf die Nerven. Für die Fuhlenstraße gibt es nun eine Lösung. Die Lärmbelastung existiert schon seit vielen Jahren: 65 Güterzüge donnern dort täglich in beiden Richtungen über die Gleise. Zumindest für die Anwohner in der Siedlung Fuhlenstraße zeichnet sich nun eine Lösung ab. Schon Ende 2019 will die DB Netz AG mit dem Bau einer Lärmschutzwand für diesen Bereich beginnen.

Die Pläne dazu stellte Projektleiter Oliver Faber im Ausschuss für Stadtentwicklung vor. 457 Meter lang und drei Meter hoch soll die Lärmschutzwand sein, die im April 2020 laut Faber fertig sein soll. Die Kosten in Höhe von rund einer Mio. Euro werden komplett vom Bund übernommen. Datteln wird an den Kosten also nicht beteiligt, was positiv im Ausschuss zur Kenntnis genommen wurde. Durch die Wand werde eine mittlere ärmpegelminderung von 6,6 db(A) erreicht, rechnete Faber vor. Bei einer Minderung um 10 db (A) wäre es „eine gefühlte Halbierung des Lärms“, so Faber weiter.

98 Wohneinheiten in der Siedlung Fuhlenstraße seien förderfähig, da hier sowohl die Lärmbelastung als auch das Baujahr den Förderkriterien entsprächen. Von diesen 98 Wohneinheiten kann die Bahn bei 50 Wohnungen neben dem aktiven Schallschutz durch die neue Wand zusätzlich passiven Schallschutz – also zum Beispiel Lärmschutzfenster – fördern. Allerdings sind die betroffenen Anwohner hier mit 25 Prozent an den anfallenden Kosten beteiligt, wie der Projektleiter betont. Im Vorfeld werde jede Wohnung, jedes Zimmer, jedes Fenster von Gutachtern bewertet. Diese machen dann Vorschläge, holen drei Angebote ein. Die Anwohner entscheiden dann aber selbst, ob sie diese Dinge mit eben dem Eigenanteil von 25 Prozent umsetzen wollen. Eine direkte Begrünung der Wand auf der Seite Fuhlen-straße sei nicht möglich, sagte Faber auf Anfrage von SPD-Frau Ute Schmitz. Eine solche Begrünung führe zu Problemen mit der Oberleitung. Eventuell werden mit etwas Abstand zur Wand Anpflanzungen stattfinden, die die Sicht auf die hohe Wand nehmen. Faber machte auch deutlich: Sollte es zu großem Widerstand gegen die Wand kommen – z.B. wegen Sichtbehinderung – werde die DB Netz AG das Projekt nicht um jeden Preis durchboxen. Es handele sich schließlich um eine freiwillige Fördermaßnahme.

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