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Joachim Dierkes besucht seine Tante regelmäßig im Ida-Noll-Seniorenzentrum. Zum 100. Geburtstag von Doris Gottschalk kamen zahlreiche Freunde und Verwandte, um die stets gut gelaunte Seniorin hochleben zu lassen.

Doris Gottschalk wird 100 Jahre

Viel Sport und immer positiv denken

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DATTELN - Doris Gottschalk gehört nun zum erlesenen Kreis der Einhundertjährigen. Im Ida-Noll-Seniorenzentrum feierte sie nun im Beisein von Freunden und Verwandten ihren Ehrentag.

1919 wurde sie als jüngstes von 14 Kindern geboren. Ein Umstand, der ihr den ein oder anderen „Job“ in der Familie einbrachte. „Als Jüngste war es meine Aufgabe, die Kartoffeln zu schälen“, erinnert sich Doris Gottschalk, „Na? Was glauben Sie wie viel ich da wohl schälen musste?“ Noch bevor sie eine Antwort erhält, prustet sie hervor: „Acht Zentner! Na das stellen Sie sich mal vor.“ Natürlich habe sie die nicht am Stück schälen müssen, merkt sie augenzwinkernd an. Ihr Vater habe „aufem Pütt“ gearbeitet. „So hat man das früher bei uns gesagt“, erklärt sie ihre Wortwahl.

Sportaffin sei man in ihrer Familie schon immer gewesen, erzählt sie gut gelaunt. Daher habe der Vater ihr und den Geschwistern einen „eigenen“ Sportplatz errichtet. „Gleich hinter einem Gebüsch war eine Fläche, die er für uns eingerichtet hat“, so die stets gut gelaunte Seniorin, „Und dort haben wir uns nach Herzenslust ausgetobt.“ Der Bewegungsdrang von Doris Gottschalk führte dazu, dass sie schon früh als Turnerin aktiv wurde. „Der TV 09 Datteln war mein Verein“, so die sportive Seniorin. In den 50er Jahren verstarb Doris Gottschalks Ehemann. Von nun an widmete sie sich vor allem dem Tennisspielen im von ihr mitgegründeten Tennisverein. „Sie war täglich auf dem Platz“, erinnern sich einige Tennisfreunde während ihrer Geburtstagsfeier. Noch bis zum 80. Lebensjahr habe sie an jedem Woche Doppel im Verein gespielt, berichten ihre Verwandten. Als sie selbst als sie an Krebs erkrankte, war aufgeben für sie keine Option. Dem behandelnden Professor prophezeit sie damals: „In sechs Wochen steh ich mit dir auf dem Platz und mach dich fertig.“ Gesagt getan, Gottschalk hielt Wort.

Beruflich war Doris Gottschalk bis zur Rente im Bauamt der Stadt Datteln tätig. In ihrer Freizeit bereiste sie die ganze Welt und machte auch vor abenteuerlichen Exkursionen keinen Halt. „Sie ist der positivste Mensch, den ich kenne“, beschreibt Joachim Dierkes seine Tante. Auch Elisabeth Boerste weiß nur Gutes zu berichten. „Ich kenne Doris aus dem Tennisverein und dort wo sie war, war auch die Stimmung immer gut“, so Boerste, „Krebs, zwei Hüft-OPs, sie hat sich nicht aufhalten lassen und stets ihre gute Laune behalten. Beneidenswert, oder?“

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