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Schwer gearbeitet wird direkt am Dümmerbach (links). Den abgebildeten Matsch verteilen die Baustellenfahrzeuge laut Walter Deckmann auch auf der Hedwigstraße, die auf der rechten Seite liegt.

Dümmerbach

Renaturierung sorgt für Anwohner-Frust

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DATTELN - Wegen der Dümmerbach-Baustelle rollen laut Walter Deckmann Fahrzeuge zu schnell durch die Hedwigstraße und verursachen Dreck.

Die Renaturierung des Dümmerbachs ist im vollen Gange. Bis Mitte 2019 sollen die Arbeiten an dem offenen Schmutzwasserlauf andauern. Die Hedwigstraße dient dabei als Zufahrt für schwere Geräte, die dazu benötigt werden. Für Walter Deckmann, Vorsitzender der Senioren-Union und an der Hedwigstraße beheimatet, sowie für weitere Anwohner ist das mittlerweile zur großen Belastung geworden. Sie haben Probleme mit der Baufirma.

Lager am Ende der Straße

Im November richtete sich die vom Lippeverband beauftragte Baufirma dafür ein Lager am Ende der Hedwigstraße ein, um mit schweren Maschinen die Spundwände des Bachs zu entfernen und den ihn nach der Wasserrahmenrichtlinie sauber zu bekommen. „Seitdem rollen die Vierzigtonner an unserem Haus vorbei“, sagt Walter Deckmann. Das müssten die Anwohner und er selber zwar aushalten können, das Problem liegt aber in der Art und Weise. „Die Fahrzeuge fahren mit 30 bis 40 Stundenkilometern durch die Straße“, ärgert sich Deckmann. Mehrfach habe er versucht, die Arbeiter darauf anzusprechen, „aber eine Kommunikation war nicht möglich.“

Für Aufregung sorgt auch der verursachte Dreck, den die Maschinen beim Befahren auf der Straße verteilen. Ein Ortstermin mit dem Lippeverband, der Baustellenleitung und dem Dattelner Ordnungsamt habe laut Deckmann nur für kurze Zeit Besserung gebracht. „Wir haben vereinbart, dass regelmäßig gekehrt wird und einmal pro Woche mit Wasser gereinigt wird“, sagt Deckmann. 14 Tage lang hätte daraufhin Ruhe geherrscht. „Da hat es aber auch durchgehend geregnet“, so der Chef der Senioren-Union.

Seitdem würde die Baufirma den Kehrwagen nur noch sporadisch bewegen. Zudem sei dieser kaputt. „Die Arbeiter haben mir gesagt, dass die Hydraulik des Besens kaputt sei“, sagt Deckmann, der zudem beobachten konnte, dass der Besen-Arm des Fahrzeugs sporadisch mit Klebeband repariert wurde und an den Seiten das Wasser heraus läuft. „Dieses Fahrzeug kann überhaupt nichts sauber machen“, ist Deckmann erbost. Er habe nun seinen Anwalt eingeschaltet. „Bis Ende März geben wir nun eine Frist, die Forderungen umzusetzen“, erklärt er.

Radarkontrollen haben nichts gebracht

Radarkontrollen der Polizei hätten nach Deckmann bisher nur wenig an der Situation geändert. „Das wird von den Arbeitern schon von Weitem gesehen“, sagt er. Stadtsprecher Dirk Lehmanski gibt auf Anfrage an, dass das Ordnungsamt gestern nasse Spuren auf der Hedwigstraße gesehen habe und daher von einer Reinigung von der Baufirma auszugehen sei. Eine kaputte Kehrmaschine sei nicht bekannt.

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