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Dunja Hayali hielt einen energischen Vortrag im Jammertal Resort.

Dunja Hayali

Einblicke ins Moderatoren-Leben

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DATTELN - Über die Medienlandschaft, die Berichterstattung über ihre Person und ihre Arbeit als Journalistin referierte Dunja Hayali im Jammertal Resort.

Vermeintliche Baby-News, Bezüge zu rechtspolitischen Lagern oder wüste Beschimpfungen – Dunja Hayali liest, sieht und hört viel über ihre Person. „Wir müssen diese Dinge aber auch hinterfragen“, sagt die ZDF-Moderatorin im Rahmen ihres Vortrages vor rund 100 Mitgliedern des Rotary-Clubs Datteln-Lippe und des Lions-Clubs Datteln-Waltrop im Jammertal Resort.

Macht, Medien und Mythen

„Als was bin ich heute Abend bei Ihnen? Als Dattelnerin“, eröffnete die 44-Jährige ihren knapp eineinhalbstündigen Vortrag „Macht, Medien und Mythen“ vor den Mitgliedern und Partnern der beiden Vereine, die zum Neujahrsempfang geladen hatten. Dunja Hayali gab Einblicke in ihre Arbeit als Journalistin und Moderatorin. Aber auch vor privaten Themen und die Berichterstattung darüber in den Medien machte die Dattelnerin mit irakischen Wurzeln nicht halt.

Einen „ellenlangen Text“ mit der Überschrift „Dunja Hayali: Baby-News“ habe die 44-Jährige im Internet entdeckt. „Oh, ich bin schwanger, habe ich im ersten Moment gedacht. Um zu erfahren von wem, musste ich auf den Artikel klicken“, schmunzelte die ZDF-Moderatorin. In den Zeilen, die von einer Online-Medienplattform veröffentlicht wurden, drehte sich bis zum Schlusssatz aber nichts um den möglichen Nachwuchs im Hause Hayali. Erst im Schlusssatz wurde das Thema aufgegriffen. „Dunja Hayali könne sich vorstellen, ein Kind zu bekommen, musste ich dann lesen.“ Das sei auch nicht falsch, aber ob dies wirklich Neuigkeiten seien, oder ob die Plattform nur einen „schnellen Klick“ der Nutzer generieren will, das müssten die Zuhörer ihres Vortrages selber bewerten.

Die Arbeit als Journalistin

Warum Dunja Hayali Journalistin wurde, ist schnell erklärt: „Ich bin meiner Familie schon früher immer mit meinen Warum-Fragen auf die Nerven gegangen.“ Sie würde ihren Beruf jederzeit wieder wählen. „Ich werde dafür bezahlt, mich weiterzubilden“, sagte sie. Aus ihrem Vortrag ging hervor, dass ihre Arbeit für das „Morgenmagazin“ oder das „heute-journal“ aber noch viel mehr ist, als nur Weiterbildung. „Wir können nicht über alles berichten“, sagte sie. Jeder Mensch würde sich für andere Themen in der Welt oder auch vor der eigenen Haustür interessieren. Ihre Sendung könne daher nicht allen Menschen gleich gut gefallen. „Wir versuchen überregionale Themen oder Redethemen, die die Gesellschaft beschäftigen, in die Sendung zu nehmen.“

Die Vereinsmitglieder im Jammertal honorierten den Vortrag mit tosendem Applaus. Obwohl Hayali aufgrund einer Rückreise aus Afrika nur zwei Stunden geschlafen hatte, stellte sie sich noch den Fragen der Lions- und Rotary-Mitglieder. Nach fünf Fragen, die Dunja Hayali ausführlich beantwortete, entließen die Mitglieder ihre prominente Referentin in den verdienten Feierabend.

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