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Freuen sich über die große Summe an Spenden: (v.li.) Hannah Iserloh, Marita Elgert, Rosemarie Schloßer, Ralf Schade-Heekenjann, Nicole Fischer, Belinda Becker und Christine Muschellik.

Ehrenamtliche Flohmarktarbeit

Drei große Spenden durch Kleidermarkt

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DATTELN - Das Team EFA hat durch den halbjährlichen Flohmarkt eine hohe Spendensumme für karitative Zwecke eingenommen.

Vor etwa 30 Jahren, als das Team der Ehrenamtlichen Flohmarktarbeit (EFA) zum ersten Mal einen Kinderkleidermarkt veranstaltete, war die Umwelt noch kein Aspekt. „Ich bin sehr begeistert, dass es nicht nur um den Verkauf und das Spendensammeln geht, sondern auch der Umweltaspekt beachtet wird“, sagt Rosemarie Schloßer, Leiterin der Volkshochschule. „Das, wofür die junge Generation auf die Straße geht.“ Die Kleidung, aus der Jungen und Mädchen mit der Zeit heraus wachsen, wird dank des Teams EFA nicht mehr in den Müll geschmissen. Im Gegenteil: Durch ihr Engagement wird zwei Mal im Jahr verschiedenen Organisationen zusätzlich geholfen.

Insgesamt hat das Team EFA bei ihrem Kinderkleidermarkt vom 4. März eine Spendensumme von 4360 Euro zusammen gebracht. Gestern haben sie diese Einnahmen an karitative Zwecke übergeben. Über 1930 Euro konnte sich die Kinderschutzambulanz der Vestischen Kinder- und Jugendklinik freuen. Dort werden Kinder untersucht, die missbraucht oder vernachlässigt wurden. „Da hängt noch ganz viel hinten dran“, sagt Hannah Iserloh von der Kinder- und Jugendklinik. Besprechungen, Berichte schreiben, Gerichtsverhandlungen besuchen – „wir brauchen das Geld, um die Arbeit zu finanzieren“, so Iserloh. Die Krankenkasse finanziere nämlich nicht alles. Pro Jahr kommen etwa 1000 Kinder von Säuglings- bis zum Grundschulalter zur Kinderschutzambulanz.

Ebenfalls 1930 Euro erhielt die Traumastation Kompass 2C. Dort werden Kinder und Jugendliche behandelt, die eine Traumatisierung erlitten haben. „Ein gewisses Budget für die Station haben wir, aber spezielle Aktivitäten zu unternehmen ist schwierig“, sagt Ralf Schade-Heekenjann. Gerade vertrauensbildende Aktivitäten wir klettern oder Kanu fahren seien wichtig für die traumatisierten Kinder. Die Spende vom Team EFA ermöglicht den Kindern und Jugendlichen eine pädagogische Freizeitgestaltung für das Jahr 2019. Außerdem gingen 500 Euro an den Caritasverband Datteln und Haltern, die das Geld aber ausschließlich für eine Person verwenden. Die Spende sei speziell für ein Mädchen, dessen Eltern getrennt leben und psychisch krank sind. Die Mutter habe zusätzlich eine körperliche Behinderung. Einmal die Woche sei es dem Vater gestattet, seine Tochter zu sehen. Dabei fehle jedoch oft das Geld „für ganz banale Sachen wie Tretbootfahren“, sagt Belinda Becker. Dass ein Teil der Spenden an eine einzelne Person geht, sei eine Seltenheit, sagt Nicole Fischer.

Rosemarie Schloßer hat lobende Worte für das EFA-Team, das „großartige Arbeit in ihrer Freizeit leistet“. „Unmittelbar ein paar Wochen später sieht man, wofür man so viel Zeit geopfert hat.“ Um Gutes zu tun.

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