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Agnes Iking (geb. Benterbusch), Erika Fritz (geb. Fengler), Ursula Heitmann, Annemarie Breßer (geb. Ölrich), Antonia Hölken (geb. Gössling) und Magdalena Mönnich (geb. Benterbusch) feierten ihre Einschulung vor 80 Jahren bei einem Klassentreffen.

Die Einschulung in Datteln war 1939

Der Kontakt besteht seit 80 Jahren

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DATTELN - Acht Jahrzehnte ist es her, dass die ehemaligen Schulkolleginnen ihre Einschulung feierten. Der Kontakt bleibt bis heute bestehen.

Sechs ehemalige Schulkolleginnen trafen sich 80 Jahre nach ihrer Einschulung im Restaurant Lotusblume und feierten ihr Wiedersehen.

Eingeschult worden sind sie 1939 je nach Konfession in die katholische Loh- oder die evangelische Ringschule. Mit-Organisatorin Annemarie Breßer war ein klein wenig enttäuscht, dass nur so wenige Mitstreiterinnen erschienen waren.

27 Ehemalige hatte sie angeschrieben. Aber die sechs Erschienenen passten genau an den runden Tisch im ruhigen Nebenzimmer der Lotusblume. Hier konnte Annemarie Breßer ihr selbst geschriebenes Gedicht vortragen und erhielt viel Applaus für ihre Gedanken. Sie erinnerte an den besonderen Tag von vor 29.220 Tagen: Die Einschulung in der sogenannten Vorkriegszeit. „Schon böse, aber noch immer Friedenszeit.“ Im Schulranzen hatte jede die Tafel, den Griffel und einen Schwamm. Als die massive Bombardierung Dattelns begann, schlossen die Schulen. In Kellern und Bunkern spielte sich plötzlich ein Teil des Lebens der Kinder ab. Einige Mitschüler verließen über die Kinderlandverschickung die Kanalstadt, sie landeten in Bayern oder Oberschlesien.

Auch wenn am achten Mai 1945 der Krieg vorbei war, bestimmten weiterhin viele Entbehrungen das Leben der Schüler. Im Jahr 1946 begann für alle wieder der Unterricht, die lang vermisste Normalität zog peu à peu wieder ein. Nach Ablauf der Schulzeit trennten sich die Lebenswege.

Aus den Augen verloren sie sich jedoch in den 80 Jahren nicht. Seit Jahrzehnten treffen sie sich regelmäßig und das möchten sie auch unbedingt beibehalten. „Auch wenn wir nicht mehr weit in die Zukunft blicken können“, sagte Magdalena Mönnich abschließend.

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