E.ON - Kraftwerk

Lange Briefe gegen Datteln 4

DATTELN - Datteln-4-Gegner Karl Seeling fordert Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sowie den Stadtrat in mehrseitigen Briefen dazu auf, alle Versuche zu beenden, das umstrittene E.ON-Kraftwerk ans Netz zu bringen.

Vom Regierungspräsidenten erwartet Seeling, Ausgaben der Stadt für die Kraftwerksplanung nicht zu genehmigen. Als Nothaushaltsgemeinde dürfe Datteln „nicht das Geld der Bürger für sinnlose Projekte verbrennen“, schreibt Seeling dem Chef der Bezirksregierung, die Wächter über die Stadtfinanzen ist.

Hintergrund: Im städtischen Haushalt sind hohe Summen für die Kraftwerksplanung (u.a. Gutachter- und Anwaltskosten) aufgeführt. Bürgermeister Wolfgang Werner betont auf Nachfrage, dass dies „durchlaufende Posten“ seien. Das heißt: Die jeweiligen Rechnungen bezahlt nicht die Stadt, sondern E.ON.

Ministerpräsidentin Kraft fordert der Dattelner Bürger dazu auf, „dem angestrebten Zielabweichungsverfahren eine endgültige Absage“ zu erteilen. Seeling glaubt, Datteln 4 werde im Zuge der Energiewende zur Stromversorgung des Landes nicht gebraucht. Darüber hinaus meint er: Das Kraftwerk sei für Anwohner nach wie vor ein Sicherheitsrisiko und juristisch nicht tragbar. E.ON und die Stadtverwaltung sehen das anders.

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