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Mit Gemüse und Früchten war der Altar beim von Pfarrer em. Hans Overkämping zelebrierten Erntedankgottesdienst geschmückt.

Erntebilanz

Erntedank trotz extremen Anbaujahres

Datteln - Im Rahmen des traditionellen Erntedankgottesdienstes zog Ortsvereins-Vorsitzender Heinz Boller eine durchwachsene Bilanz.

Zum traditionellen Erntedankgottesdienst in der Scheune von Bauer Josef Rusche hatten am Sonntag Landfrauen, Landjugend und der landwirtschaftliche Ortsverein eingeladen. „Trotz eines extremen Anbaujahres wollen wir für die Ernte Dank sagen“, hob Ortsvereinsvorsitzender Heinz Boller hervor.

Auch Pfarrer em. Hans Overkämping ging in seiner Predigt auf das Thema ein. Man dürfe nicht alles für selbstverständlich ansehen. Viele Menschen hätten die Verbindung zu Acker, Luft und Wasser verloren und denken nicht mehr daran, einfach mal Danke zu sagen.

In seiner Erntebilanz ging Heinz Boller natürlich auf die extreme Hitze verbunden mit anhaltender Trockenheit ein, die sich negativ auf die Getreideerträge auswirkten. Aber auch Mais und Kartoffeln hätten unter dem extremen Wassermangel im Juli und August gelitten.

Schweinemäster müssen vermehrt Futtergetreide zukaufen

„Ertragsschätzungen bei Getreide liegen in Westfalen bei rund sieben Tonnen pro Hektar und damit um rund zehn Prozent niedriger als der Mittelwert der vergangenen Jahre“, so der Ortsvereinsvorsitzende. Diese Ergebnisse ließen sich auch auf Datteln übertragen.

Bei Kartoffeln werde mit rund 25 Prozent geringeren Rode-Ergebnissen im Vergleich zu 2017 gerechnet. Boller: „Die durchschnittlichen Erträge liegen bei 35 Tonnen pro Hektar und damit circa zwölf Tonnen unter dem Niveau des Vorjahres.“ Auch hier habe die anhaltende Dürre zu Mengen und Qualitätseinbußen geführt. Besonders hart habe es die Tierhalter getroffen. So müssen die Bauern beim Mais Ertragseinbußen von bis zu 35 Prozent verkraften. Schweinemäster müssten vermehrt Futtergetreide zukaufen, was die Fütterung verteuere.

Boller: „Die Rinderhalter sind oftmals noch schlechter dran, da Hitze und Trockenheit neben dem Silomais auch dem Grünland extrem zugesetzt haben. Die Erträge bei Heu und Silage liegen um 30 bis 40 Prozent hinter den Vorjahres-Ergebnissen.“

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