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Beim Stadtparteitag der FDP: Ratsmitglied Peter Amsel, Vorsitzender Georg Gunnemann und Schatzmeister Uwe Westheider (v.li.).

FDP-Stadtverband

Liberale sind unzufrieden

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DATTELN - Drei FDP-Bürgeranträge bleiben unbearbietet. Mit der Arbeit der Stadtverwaltung und der Mehrheitsfraktion im Rat ist der Stadtverband der FDP derzeit nicht zufrieden.

Der FDP-Stadtverband ist mit der Arbeit der Stadtverwaltung und der Mehrheitsfraktion im Rat alles andere als zufrieden. „Sie haben ihre Aufgaben nicht oder nur unzulänglich gelöst“, betonte Vorsitzender Georg Gunnemann beim Stadtparteitag am Donnerstagabend in der Gaststätte „El Greco“.

Er nannte als Beispiel drei Bürgeranträge, die von den Liberalen im vergangenen Jahr eingebracht wurden: Änderung beim Einsatz des Notarztwagens, Beschaffung von massiven Abfallbehältern und Radwegenetz für Datteln. Gunnemanns Kritik: „Es wurde zwar üblicherweise mitgeteilt, informiert zu werden, wenn eine Entscheidung getroffen ist. Das ist bisher in keinem einzigen Fall passiert.“ Die FDP werde den Bürgermeister noch einmal daran erinnern, diese Anträge nicht unter den Tisch fallen zu lassen.

Die Partei vermisse darüber hinaus seit Jahren in der Verwaltung ein Personal-Entwicklungskonzept und speziell für den Westen der Stadt ein ausgewogenes Verkehrskonzept. Gunnemann kritisiert: „Nach wie vor doktert man an der Behandlung von Einzelfällen herum, ohne die Ursachen zu ermitteln und eine Lösung zu finden.“

Zum Thema Umgehungsstraße B 474n – derzeit laufen die Rodungsarbeiten für den Brückenbau am „Dattelner Meer“ – stellt der Vorsitzende fest, dass diese Straße nur dann ihren Zweck erfüllt, wenn sie durchgehend gebaut wird; also von der Autobahn bis zur Olfener Straße (B 235). Wenn das nicht gelinge, sei das Teilstück auf Dattelner Gebiet nutzlos.

Ein weiteres Problem stelle die Lukas-Kreuzung dar. „Die Situation wird sich erheblich verschärfen, wenn in Meckinghoven das Gewerbegebiet Schleusenpark angebunden und besiedelt ist und die geplante Erweiterung der Firma Westfleisch in Oer-Erkenschwick realisiert wird“, so Georg Gunnemann. Das würde bedeuten, dass pro Tag 1200 Lkw den Kreuzungsbereich passieren. Dazu käme möglicherweise das Aus für Datteln 4 mit dem damit verbundenen Abriss auch des noch bestehenden Altkraftwerkes. „Wer jetzt nicht die Brisanz der Problematik erkennt, dem ist nicht zu helfen“, resümiert der Stadtverbandsvorsitzende.

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