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Die Stadt prüft, ob sich der ehemalige Toom-Baumarkt am Zechenberg als Notunterkunft eignet.

Flüchtlings-Notunterkunft

Erster Eindruck ist positiv

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DATTELN - "Es sieht gut aus.“ So kommentierte Bürgermeister André Dora gestern auf Anfrage unserer Redaktion das Ergebnis der Begehung des leer stehenden Toom-Bau-marktes. Aus städtischer Sicht sei das Gebäude – so der erste Eindruck – geeignet, zur Flüchtlings-Notunterkunft umfunktioniert zu werden.

Das letzte Wort allerdings habe die Bezirksregierung in Münster, erklärt Dattelns Bürgermeister. Münster sei die federführende Behörde. Dora steht im Kontakt mit der Bezirksregierung.

Die ist es auch, die der Stadtverwaltung letzte Woche klar zu verstehen gab, dass Datteln – wie die meisten anderen Städte im Kreis Recklinghausen auch – eine Notunterkunft für Flüchtlinge einrichten muss – angesichts der enormen Flüchtlingsströme, die Deutschland erreichen. André Dora sieht Datteln allein aus Solidaritätsgründen in der Pflicht.

Die Lösung mit dem Toom-Baumarkt hat für den Bürgermeister mehrere positive Aspekte: Aus Sicht der Flüchtlinge vor allem mit Blick auf die bevorstehende kühlere Jahreszeit ein vernünftiges Gebäude mit Heizung und Sanitärbereich, keine Zeltstadt. Aus Sicht der Stadt Datteln müsste nicht eine der Sporthallen an Gymnasium oder Realschule für die Einrichtung einer Notunterkunft genutzt werden.

Der Eigentümer der Immobilie am Zechenberg, der gestern ebenfalls bei der Begehung dabei war, sei nach Angaben Doras grundsätzlich bereit für diese Umnutzung.

Der leer stehende Baumarkt hat eine Fläche von 4 000 Quadratmetern, davon nimmt das ehemalige Gartencenter zur Castroper Straße hin 1 200 Quadratmeter ein. Dieses Gartencenter könnte, so Dora weiter, als Aufenthaltsbereich der Flüchtlinge mit Spielecken für die Kinder genutzt werden. Der eigentliche Baumarktbereich würde dann als Stellfläche für die Betten dienen. Der WC-Bereich – die früheren Kundentoiletten – sei nutzbar. Eventuell müssen Duschcontainer zusätzlich aufgestellt werden. Auch beim Brandschutz, so Dora, sieht es positiv aus.

Mindestens 150 Plätze muss eine solche Notunterkunft bieten. Hier würden für einen kurzen Zeitraum Flüchtlinge, die von den zentralen Aufnahmestellen im Land zugewiesen werden, untergebracht, bevor sie auf die einzelnen Kommunen weiter verteilt werden. Der Betrieb einer solchen Notunterkunft würde Datteln bei der Zuweisung übriger Flüchtlinge angerechnet.

Jetzt wartet man im Rathaus auf grünes Licht von der Bezirksregierung.

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