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Renate Michaelsen (Kassiererin Versöhnungskirche), Erika Weise (1. Vorsitzende der Frauenhilfe Nord-West) und Gabi Strauch (2. Vorsitzende) haben gemeinsam mit Carola Spertzel und Bärbel Zeidler (Frauenhilfe Mitte, nicht im Bild) den Gottesdienst ins Leben gerufen.

Frauenhilfe in Datteln

Gemeinsam gegen Hass und Ausgrenzung

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DATTELN - Die drei Frauenhilfen luden zum gemeinsamen Gottesdienst ein und starteten den Aufruf, alle Menschen gleich zu behandeln.

Nur einmal im Jahr treffen sich alle drei Frauenhilfen Dattelns zu einem gemeinsamen Gottesdienst. In der Lutherkirche legten die Frauenhilfen den Fokus auf die Gleichberechtigung aller.

„In dieser Gemeinschaft hat jeder seinen Platz“, sagt Erika Weise, 1. Vorsitzende der Frauenhilfe Nord-West. „Wir sind alle Kinder Gottes, wir sind Schwestern und Brüder.“ In dem Gottesdienst machen die Frauenhilfen aufmerksam auf Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zwischen allen Menschen. Jahrelang kämpften Frauen der älteren Generationen für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Erst 1958 trat das Gleichberechtigungsgesetz in Kraft. Jedoch verdienen Frauen noch heute weniger als der Mann: 77 Tage im Jahr, bis zum 18. März, arbeiten einige Frauen unentgeltlich. „Wir dürfen nicht aufhören, zu verfolgen, wie Frauen für uns gestritten und gerungen haben“, sagt Erika Weise.

Bei Brot und Weintrauben wurde vor allem denen gedacht, die Hunger erleiden müssen. Im Gottesdienst „Gott schaffe mir Recht“ sprach die Vorsitzende auch das Thema Rassismus an. „Wir haben alle mehr als das, was wir brauchen.“ Menschen seien sauer auf die Flüchtlinge, weil sie uns angeblich etwas wegnehmen. „Dabei haben wir nichts abgeben müssen“, sagt Weise. Die Frauenhilfen rufen auf, gegen Hass und Ausgrenzung zu demonstrieren. „Alle mögen sich bekennen zu einem Europa der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit“, so Weise. „Nehmt das in euer Gedankengut auf.“ Nach dem Gottesdienst luden die Frauenhilfen ihre Mitglieder zu Kaffee und Kuchen ein.

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