Freispruch

Transport-Unternehmerin lässt auf Rechnung volltanken

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DATTELN - Maxi-Schaden, Mini-Schuld: Obwohl sie und ihre Fahrer nachweislich ein 50 000-Euro-Loch in die Kasse der Tankstellenkette „Aral“ gerissen haben, ist eine Transport-Unternehmerin (40) aus Datteln straflos davon gekommen. Das Betrugs-Verfahren am Amtsgericht wurde wegen geringer Schuld eingestellt.

Die Pleite stand bevor, der erste Satz Tankkarten für die sechs Firmen-Lkw war bereits gesperrt: Trotzdem wollten die Unternehmerin und ihre Fahrer im Sommer 2013 noch nicht aufgeben. Auch weil die Auftragslage eigentlich noch recht in Ordnung war.

Nachdem „Shell“ bereits die Reißleine gerissen hatte, war es bei „Aral“ gelungen, einen neuen Satz Tankkarten für die Firma zu ordern. Danach wurde für die Aufträge (überwiegend Transportfahrten in die Türkei) getankt was das Zeug hält. Alles auf Rechnung. Die anschließenden Forderungen, Briefe und Mahnungen von „Aral“ liefen später komplett ins Leere: Der Kollaps war unaufhaltsam, im Herbst 2013 war die Firma endgültig zahlungsunfähig.

Fakt ist: Zwischen dem 1. und 31. August 2013 lief an Tankstellen der Region (u.a. in Datteln und Recklinghausen) Diesel-Kraftstoff für insgesamt 53 280,35 Euro durch den Zapfrüssel in die Dattelner Transport-Lkw. Fakt ist auch: Bis heute sind die Rechnungen von „Aral“ unbeglichen.

Dass die Unternehmenschefin seinerzeit eine durchtriebene Betrügerin gewesen ist, schlossen Staatsanwaltschaft und Gericht aus. Sie nahmen der 40-Jährigen ab, bis zuletzt für ihre Firma gekämpft zu haben. Daher wurde die Akte letztlich auch ohne Urteil zugeklappt.

Was übrigens nicht für die zivilrechtliche Seite gilt: Hier ist die 40-Jährige bereits in voller Höhe verurteilt worden.

Rubriklistenbild: © dpa

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