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Trainerin Kirsten Jensen (vorne links) bei Aufwärmübungen mit Teilnehmern ihres 60-minütigen Poledance-Kurses. Die Choreografien überlegt sie sich selbst.

Ganzkörpertraining

Poledance: Hochleistungsakrobatik an der Stange

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Datteln - Poledance galt lange Zeit als verrucht. Doch der Sport wird immer beliebter. Seit einem Jahr gibt es auch in Datteln Kurse. Die Nachfrage steigt.

Vom Striptease-Image zum Hochleistungssport: Der akrobatische Tanz an der vertikalen Stange wird immer beliebter. Seit einem Jahr bietet Kirsten Jensen (32) in ihrem Studio „körpernah“ an der Ahsener Straße Poledance-Kurse an. „Die Nachfrage ist so groß, dass wir bald zwei neue Trainer einstellen“, sagt Jensen.

Die gebürtige Dattelnerin hat vor gut vier Jahren mit Poledance angefangen. Durch eine Arbeitskollegin ist sie auf die Idee gekommen. Gemeinsam hatten sie einen sechswöchigen Kurs in Gelsenkirchen belegt. Jensen war sofort begeistert und machte nach zwei Jahren selbst eine Ausbildung zur Trainerin.

Mischung aus Turnen, Akrobatik, Bewegung und Tanz

Poledance ist sozusagen Ganzkörpertraining und eine Mischung aus Turnen, Akrobatik, Bewegung und Tanz. „Es ist aus dem Tabledance-Bereich entstanden“, erklärt Jensen. Sie selbst hatte anfangs als Schülerin sogar eine eigene Pole (Stange) zu Hause: „Wenn Freunde da waren, war immer was los weil es alle ausprobieren wollten.“

Jensen ist eigentlich gelernte Physiotherapeutin. Diesen Beruf führt sie in den Räumlichkeiten von „körpernah“ auch weiter aus. Desweiteren werden auch Pilates-Kurse angeboten. Das Gebäude, in dem die Kurse stattfinden, haben ihre Urgroßeltern 1904 erbaut. Aus dem ehemaligen Gastronomiebereich ist das Studio mit den zwei Kursräumen und dem Physiotherapie-Raum entstanden.

Kurse sind in Schwierigkeitsgrade unterteilt

Die Dauer für einen Poledance-Kurs liegt bei acht Wochen. „Unsere jüngste Teilnehmerin ist 19 Jahre alt und unsere älteste 54 Jahre“, sagt Geschäftsführerin Jensen. Das Durchschnittsalter liege bei Ende 20, Anfang 30. „Es gibt auch einen Mann der regelmäßig beim Poledance mitmacht“, sagt Jensen. Die Kurse sind in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt.

Im Anfängerkurs – Level null – wird hauptsächlich Bodenarbeit mit verschiedenen Drehungen und Schrittabfolgen gemacht. Danach kommen weitere Figuren an der Stange hinzu. „Je höher das Level ist, desto weniger Kleidung hat man an“, erklärt Jensen. Denn man müsse ja auch Halt an der Stange haben. „Wir achten aber darauf, dass es nicht zu sexy wird und sich alle Teilnehmer wohlfühlen“, so Jensen. Die Kursteilnehmer können in normaler Sportbekleidung kommen.

Es habe noch keine Teilnehmerin gegeben, die bereits nach einem Kurs aufgehört habe. Stefanie Gawlik (26) und Melanie Zollhofer (41) sind auch nach der dreizehnten Unterrichtsstunde begeistert. „Ich gehe zusätzlich ins Fitness-Studio aber hier hat man alles in Einem: Muskeltraining, Haltungsarbeit und Choreografie“, sagt Gawlik. „Es ist anstrengender als gedacht, aber es macht sehr viel Spaß und gibt Selbstbewusstsein“, sagt Zollhofer.

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