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Einen Gewerbepark vor der eigenen Haustür wollen die Oelmühlenweg-Anwohner unbedingt verhindern. Sie demons-trierten vor der Stadthalle gegen den geplanten Standort an der Dillenburg und richteten während der Ratssitzung ihre Fragen an Bürgermeister André Dora.

Gewerbepark Dillenburg

Demonstration vor der Ratssitzung

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Datteln - Die Anwohner des Oelmühlenweges wollen einen geplanten Gewerbepark Dillenburg an der Dattelner Stadtgrenze zu Oer-Erkenschwick verhindern.

Es herrschte Verwunderung bei einigen Dattelner Lokalpolitikern: Knapp 30 Anwohner des Oelmühlenweges und der direkten Umgebung demonstrierten vor der Ratssitzung in der Stadthalle gegen einen interkommunalen Gewerbepark „Dillenburg“ an der Stadtgrenze zu Oer-Erkenschwick.

„Wir sagen Nein zu einem neuen Industriegebiet vor der Haustür“, stand auf den mitgebrachten Plakaten geschrieben. Ihren Standpunkt machten sie vor und während der Ratssitzung deutlich. „Die Menschen in den Neubaugebieten Tulpenweg, Westerkamp oder Haardblick haben insgesamt zig Millionen Euro in ihre neuen Häuser investiert“, sagt Günter Schwill, der seit elf Jahren am Oelmühlenweg wohnt. „Hätten sie von einem Gewerbegebiet gewusst, hätten sie das sicherlich nicht gemacht.“ Er verweist auf ein Handlungskonzept der Stadt Datteln und des Regionalverbandes Ruhr (RVR), in dem der Erhalt einer Freiluftschneise sowie der Äcker und Böden an der Stadtgrenze zu Oer-Erkenschwick festgeschrieben sei. Genau dort solle nun der interkommunale Gewerbepark entstehen. Anwohner Marco Nowak ergänzt: „Das betrifft nicht nur uns, sondern ganz Datteln und die Umwelt.“ Die Verkehrsbelastung sei schon jetzt hoch, für Pendler könnte es dann in einem Chaos enden.

Zum Auftakt der Ratssitzung bekamen die Demonstranten ihre Chance, Fragen an Bürgermeister André Dora zu stellen. Diese wollten vor allem wissen, wie es zu der Entscheidung für den Standort Dillenburg gekommen ist. Dora erklärte, dass drei Standorte gemeldet wurden: Löringhof, Altkraftwerk und eben die Dillenburg. Wie der Prozess letztendlich abgelaufen ist, wolle Dora nun beim RVR erfragen, bevor er eine Antwort gibt. „Wir sehen die Probleme und wir sehen sie mehr als kritisch“, sagt Dora. „Wir werden nachfragen, wie das Projekt aus Sicht des Re-gionalverbandes umsetzbar sein soll.“

Über die anschließende Debatte zu diesem Thema im Rat berichten wir morgen ausführlich.

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