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In den Genuss von 1000 MBit und mehr kommen die rund 1600 Haushalte, die über den Förderantrag des Kreises ans Glasfasernetz angeschlossen werden.

Glasfaser-Ausbau

Warten auf die Netzagentur

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DATTELN - Bei der WiN Emscher-Lippe wird täglich mit dem Okay für die Versorgung von 1600 Haushalten in Datteln mit Glasfaser gerechnet.

In Sachen schnelles Internet hat sich in jüngster Vergangenheit in Datteln schon einiges getan. Der Konzern innogy hat bereits rund 13.000 Haushalte angeschlossen. In Ahsen steht der der Beginn des Breitbandausbaus unmittelbar bevor. Und last but not least ist auch die WiN Emscher-Lippe noch im Rennen. „Wir warten täglich auf grünes Licht der Bundesnetzagentur“, sagt Jan Schrader von der WiN Emscher-Lippe, der zusammen mit seinen Kollegen für den Kreis Recklinghausen den Förderantrag zum Glasfaser-Netzausbau in Datteln vorbereitet hat. Die Sache sei mehr oder weniger durch, da werde wohl nichts mehr schief gehen. Nur das offizielle Okay, also die abschließende Prüfung des Förderantrages, stehe noch aus.

Verzögerung statt Weihnachtsgeschenk

Während innogy privatwirtschaftlich Datteln erschlossen hat, werden die kreisweiten Netzausbau-Aktivitäten von WiN Emscher-Lippe mit insgesamt 52 Millionen Euro von Land und Bund öffentlich gefördert. Das Projekt sollte bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Aber aus dem passenden „Weihnachtsgeschenk“ mit High-Speed-Internet wurde nichts. Die Feiertage sowie eine Vielzahl von Förderanträgen hätten wohl für etwas Verzögerung gesorgt, vermutet Schrader.

Aber der Kreis steht quasi Gewehr bei Fuß. Die Verträge mit den Telekommunikations-Unternehmen, die den vorläufigen Zuschlag für den Glasfaser-Ausbau erhalten haben, sind ausgehandelt, sagt Jan Schrader. Sobald der endgültige Förderbescheid vorliegt, steigen diese Unternehmen in die Feinplanung ein. Die grobe Trassierung steht bereits. „Im Frühjahr könnten die Bagger rollen“, sagt Schrader.

1600 Haushalte und Dattelner Schulen gehen ans Glasfaser-Netz

Und das bedeutet für rund 1600 Haushalte in Datteln den baldigen Anschluss ans Glasfaser-Netz. Gleiches gilt auch für die Dattelner Schulen, die im Zuge dieses Förderantrags ebenfalls mit schnellem Internet versorgt werden. Wo genau ausgebaut wird, das will die WiN Emscher-Lippe allerdings erst mitteilen, wenn die offizielle Zusage der Bundesnetzagentur vorliegt. Profitieren werden davon in erster Linie Randbereiche der Stadt.

Überall dort, wo zum Beispiel innogy für schnelles Internet sorgt, oder wo die Bandbreite bereits mehr als 30 MBit beträgt, greift der Förderantrag nicht. Denn die wesentliche Voraussetzung für die Förderung durch den Bund ist eine Internet-Geschwindigkeit von unter 30 MBit.

Während bei innogy das sogenannte Vectoring-Verfahren zum Einsatz kam, bei dem die letzten Meter vom Verteilerkasten bis ins Haus per Kupferkabel überbrückt werden, kommt bei dem Ausbau durch den Kreis das Glasfaser-Kabel direkt ins Haus. Das bedeutet eine deutlich höhere Geschwindigkeit. So sind 1000 MBit und mehr möglich, je nach technischer Leistungsfähigkeit des Routers.

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