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Die Mauer mit all dem, wogegen sich die Arbeiterwohlfahrt wehrt, brachten Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten zu Fall.

Große Feier der Awo-Einrichtungen in Datteln

100 Jahre Awo: Ein Mauerfall als Höhepunkt des Jubiläums

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DATTELN - Auf dem Marktplatz in Meckinghoven feiert die Arbeiterwohlfahrt ein großes Fest zum 100-jährigen Bestehen.

Die Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten der Dattelner Awo riefen es hinaus: „Die Mauer muss weg.“ Mit Schwung stürzten sie die Wand vor sich ein. Darauf war zu lesen, wogegen sich die Arbeiterwohlfahrt zur Wehr setzt: Hass, Krieg, Gewalt, Rassismus, Intoleranz, soziale Ungerechtigkeit und Diskriminierung.

Zum Vorschein kam stattdessen, wofür der Wohlfahrtsverband einsteht: Friede, Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit. Der „Mauerfall“ war einer der Höhepunkte beim großen Familienfest, zu dem der Stadtverband anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Awo in Deutschland am Samstag auf den Marktplatz Meckinghoven eingeladen hatte.

Die Stadtverbandsvorsitzende Brunhilde Magerstedt begrüßte zahlreiche Gäste. Unter ihnen Bürgermeister André Dora, Ehrenvorsitzende Edelgard Gringel (86) und mehrere Vertreter der Ratsfraktionen.

Auch der Awo-Stadtverband Datteln blickt inzwischen auf eine lange Geschichte zurück. 1946 wurde er von Ida Noll gegründet. Nach ihr ist das Seniorenheim an der Leharstraße benannt.

Die Arbeiterwohlfahrt in der Kanalstadt ist mit ihren hauptamtlichen und ehrenamtlichen Beschäftigten in vielen Bereichen aktiv. Sie unterhält mit dem Sternenhimmel, der Trauminsel und dem Haus des Kindes drei Kindertagesstätten. Sie ist für die Offene Ganztagsschule an der Gustav-Adolf-Schule zuständig, bietet im „Startpunkt“ Hilfe für Familien, Jugendliche und Kinder an und berät in der Schuldnerberatung Menschen, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Weitere Awo-Einrichtungen sind die Jugendwerkstatt, „Rebeq“ und die Bildungskoordination im schulischen Sekundarbereich 1.

„Wir feiern heute ein großes Gemeinschaftsfest mit allen Einrichtungen“, freute sich Brunhilde Magerstedt über das große Engagement der rund 300 Mitglieder. Und es wurde allerhand für die großen und kleinen Besucher geboten. Aus der Menge stach optisch Awo-Mitglied Winfried Wagner heraus. Er hatte sich im Stile der 1920er Jahre im „Stresemann“ mit Zylinder gekleidet.

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