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Die Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule bleibt doch bis nach Ostern gesperrt.

Hallennutzung

Ein erstes Etappenziel

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DATTELN - André Dora sucht gemeinsam mit den Hallensportlern nach Lösungen für die Hallennutzungsgebühren. Am 15. Januar gehen die Überlegungen weiter.

Eins stand für Bürgermeister André Dora bei dem versprochenen Treffen mit den Dattelner Hallensportvereinen über die Hallennutzungsgebühren fest: Mit einem Ergebnis sollte das Gespräch diesmal enden, anders als beim Bürgermeisterforum im November, als die Vielzahl der Sportvertreter ihrem Ärger Luft machten.

An einem Strang ziehen

Dies könne nur geschehen, wenn alle beteiligten Akteure an einem Strang ziehen, gab Dora vor und war bemüht, kleinere Störfeuer von Seiten der Vereine, des Stadtsportverbandes oder der Verwaltungsvertreter Dirk Franke, Sigrid Szlafka und Matthias Dekker, sofort im Keim zu ersticken. „Keiner hat hier irgendeine Seite“, sagte Dora. „Eine Positionierung ist aber daher schwierig, weil wir Vorgaben haben, die wir einhalten müssen. Sonst ziehen wir uns den Strick zu.“

Klare Worte, die bei den Vereinsvertretern ankamen. Dennoch betonten diese: „Dem Haushalt geht es immer besser, uns dagegen immer schlechter. Es muss doch eine Lösung geben, wie wir entlastet werden und ihr kein Foul beim Stärkungspakt begeht. Denn so wie es jetzt läuft, haben wir keine Chance.“

Dass die Entlastung der Sportvereine aber keine einfache Aufgabe ist, war im Vorfeld bekannt. Denn, wenn die Gebühren verringert werden würden, müsste die Stadt das Geld auch wieder rein holen, zum Beispiel durch Erhöhung der Steuer. „Ich weiß nicht, wo man für fünf Euro im Monat drei Mal die Woche Sport machen kann. Warum soll dann der Steuerzahler belastet werden?“, wirft Sigrid Szlafka eine potenzielle Erhöhung der Mitgliedsbeiträge in den Raum. „Wir haben Vereine, die uns pro Mitglied im Monat 80 Cent oder zwei Euro bezahlen“, führt Matthias Dekker fort. Ein Ansatz, von dem die Vereine wenig halten. Schon jetzt würden zahlreiche Beiträge zurückgebucht werden und Erhöhungen würden mit Mitgliederschwund einhergehen.

Überlegungen werden fortgeführt

Eine Einigung in puncto Nutzungsgebühren konnte auch das zweite Aufeinandertreffen der Stadtverwaltung und der Sportvereine liefern. Beide Parteien wollen bis zum 15. Januar Überlegungen ausarbeiten. Dann trifft sich der Stadtsportverband mit der Verwaltung, um einer Lösung einen weiteren Schritt näher zu kommen. Gebracht hat es trotzdem etwas, dass alle an einem Tisch zusammensaßen. Kleinere Ärgernisse oder Missverständnisse konnten so schnell aus dem Raum geschafft werden. Dora versprach schon beim Bürgermeisterforum, dass die Sporthallen am Tag des Ferienbeginns noch für die Sportler zur Verfügung stehen. Das will er im neuen Jahr auch umsetzen. Zudem sollen ein bis zwei Sporthallen in der Ferienzeit zur Saisonvorbereitung der Vereine geöffnet werden - zu günstigeren Konditionen. Dadurch würde es finanzielle Entlastung geben.

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