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Dauerbaustelle statt freie Fahrt: Seit vielen Monaten müssen die Pendler wegen der Baustelle Hebewerksbrücke lange Umwege und eine verstopfte B 235 in Kauf nehmen.

Hebewerks-Brücke

Im Juni könnte weitergearbeitet werden

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MECKINGHOVEN - Seit beinahe fünf Monaten steht die Baustelle an der Brücke des Schiffshebewerks still. Nun ist Martin Ebbert vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Meiderich vorsichtig optimistisch, dass die Arbeiten bald fortgesetzt werden können.

Nächsten Monat, so hofft Ebbert, könnte es endlich weitergehen mit den Bauarbeiten. Eine Einigung zwischen dem WSA als Auftraggeber und der ausführenden Baufirma, der Arge Stahlbau Magdeburg/ Wilhelm Scheidt, deutet sich an. „Wir bewegen uns aufeinander zu“, so formuliert es Ebbert. Wie berichtet, waren seit Monaten immer wieder neue Mängel am neuen Brücken-Überbau zum Vorschein gekommen. Diese Mängel waren teils so eklatant, dass die Arbeiten eingestellt werden mussten. Problemlösungs-Konzepte und neue statische Berechnungen waren nötig. All das kostete viel Zeit, die verhärteten Fronten zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer taten ihr Übriges.

Drei Bedingungen für "Mängel-Einbau"

Weil die Sicherheit des Bauwerkes trotz der Mängel gegeben sei, akzeptiert das WSA nun einen sogenannten Mängel-Einbau. „Aber nur unter einigen Bedingungen“, sagt Ebbert. Dazu zählen unter anderem zwei Dinge: Zum einen muss die Arge die Gewährleistung von fünf auf zehn Jahre verlängern, zum anderen die Bürgschaft für mögliche Reparaturarbeiten hochsetzen. Hier verlangt das WSA eine Sicherheitsleistung von fünf Prozent der Brutto-Abrechnungssumme, die etwa 2,2 Mio. Euro beträgt. Üblich sind drei Prozent. Das heißt, dass die Arge Stahlbau Magdeburg/ Wilhelm Scheidt eine Bürgschaft von etwa 110.000 Euro hinterlegen muss – „und das über einen Zeitraum von zehn Jahren“, so Ebbert. Einige vertragliche Dinge, so der Projektleiter weiter, müssten noch einmal präziser formuliert werden. Allerdings: Noch ist es nicht besiegelt, dass sich beide Parteien auf eine Fortführung ihres Arbeitsverhältnisses einigen. Denn eines sagt Martin Ebbert ganz deutlich: „Wir werden das Bauwerk nicht auf Biegen und Brechen übernehmen und wir sind auch nicht auf einem Basar.“ Soll heißen: Weitere Kompromisse einzugehen, gedenkt das WSA nicht.

Keine Zusatzkosten für den Steuerzahler

Auch die anfallenden Zusatzkosten müsse laut Ebbert die Arge Stahlbau Magdeburg/ Wilhelm Scheidt tragen – nicht der Steuerzahler. Ob auch das WSA einen Teil der beträchtlichen Verzögerungen zu verantworten und damit zu bezahlen hat, müsse am Ende womöglich ein Gericht entscheiden, sagt Ebbert. Er geht jedenfalls davon aus, dass auch die Arge noch „Kosten geltend machen will“. Einigen sich die Parteien nicht, zieht Plan B: Dann wird das WSA eine vorhandene Übergangsbrücke einbauen und den Vertrag mit der Baufirma kündigen.

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