Hebewerks-Brücke

Pannen-Liste wird lang und länger

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Waltrop - Etliche Kuriositäten (und Ärgernisse) haben sich in den vergangenen 15 Monaten an der Baustelle der Hebewerks-Brücke schon zugetragen, die auf einer Skala von „Blöd gelaufen“ bis „Völlig fassungslos machend“ munter hin und her pendelten. Die jüngsten Geschehnisse würden wohl gut in die Kategorie „Gibt’s doch gar nicht“ passen.

Im Detail geht es um Schweißarbeiten und einen Baustellen-Verweis, wie Udo Kaiser, Baubevollmächtigter vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Meiderich, im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet. Folgendes war vorgefallen.

Schweißarbeiter ohne Qualifikation

Wie geplant, hat das vom WSA beauftragte Stahlbauunternehmen aus Magdeburg Anfang November Mitarbeiter nach Waltrop geschickt, um ausstehende Schweißarbeiten am Brücken-Überbau durchzuführen. Das Problem: „Hier haben Leute geschweißt, die das gar nicht durften“, schildert Udo Kaiser. Mindestens einem Arbeiter habe die Qualifikation gefehlt. Das sei bei der Kontrolle des Prüfzeugnisses aufgefallen. Die Konsequenz: „Wir haben die Leute von der Baustelle geschmissen“, sagt Kaiser. Und damit nicht genug: Auch die externe Schweißaufsicht, die das Stahlbauunternehmen gestellt hat, musste die Baustelle an der Recklinghäuser Straße verlassen. „Weil die Schweißaufsicht das toleriert hat“, begründet Udo Kaiser, der so ein Verhalten seinerseits nicht toleriert.

Arbeit eingestellt

Das war am 7. November. Am darauffolgenden Montag (12.11.) seien dann neue Schweißer vor Ort gewesen, die auch qualifiziert waren, schildert Kaiser. „Leider haben die am 15. November ihre Arbeit eingestellt – und seither ward niemand mehr gesehen.“ Auch eine Baubesprechung hätte das Stahlbauunternehmen kurzfristig abgesagt. Dafür aber bekam das WSA am 16. November eine sogenannte Behinderungsanzeige per E-Mail zugestellt. Grund: „Es fehlten Prüfunterlagen“, erzählt Kaiser. „Am 19. November haben wir diese Unterlagen aber rausgeschickt.“ Die Arbeit hat das Stahlbauunternehmen bis Montag, 26. November, trotzdem nicht wieder aufgenommen.

Prüfung per Röntgengerät

Noch einmal zurück zu den Schweißarbeiten, die durch den Trupp erledigt wurden, den das WSA letztendlich der Baustelle verwiesen hat. Schon bei der Sichtkontrolle sei aufgefallen, „dass die Schweißnähte in Teilen nicht korrekt ausgeführt wurden“, sagt Udo Kaiser. Weil er eine genaue Prüfung aller Nähte per Röntgengerät angeordnet habe, habe das Stahlbauunternehmen vorsorglich einen großen Teil der Nähte wieder herausgenommen und neu gemacht. „Dabei hat sich auch ein Blech unplanmäßig verschoben“, sagt Kaiser.

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