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Kompostierbare Plastiktüten haben in der Biotonne nichts zu suchen. Foto: Fredrik von Erichsen

Hitze

Betriebshof-Chef gibt Tipps zum Thema Biotonne

Datteln. - Betriebshof-Chef Michael Seega gibt Tipps in Sachen Biotonne. Er rät davon ab, chemische Keulen in Form von Sprays zu benutzen.

Der Sommer hat Datteln fest im Griff. Während sich Besucher von Freibädern und Eisdielen über die hohen Temperaturen freuen, erleben Besitzer von Biotonnen in diesen Tagen oft eine unangenehme Überraschung. Die darin gesammelten Gartenabfälle – und vor allem Küchenreste – werden bei Hitze schnell zum Nährboden für Insekten. Besonders Fliegen sorgen in der braunen Tonne für Madenbildung, die viele Bürger als ekelhaft empfinden.

Michael Seega, Leiter des Zentralen Betriebshofs der Stadt Datteln (ZBH), gibt jedoch Entwarnung: „Wenn Maden in der Biotonne auftauchen, ist das kein großes Problem. Wer sich nicht vor Maden ekelt, kann einfach den Deckel der Tonne auflassen, dann krabbeln die Maden irgendwann raus und die Vögel erledigen das Problem meist ziemlich schnell selbst.“

Seega rät allerdings davon ab, chemische Keulen in Form von Sprays zu benutzen. Um der Madenbildung bereits im Vorfeld entgegenzuwirken, sollten Verbraucher Grill- und sonstige Speisereste in Papiertüten oder alte Zeitungen einwickeln.

Mülltonnen nicht direkt in die Sonne stellen

Eine Pauschallösung gegen die ungebetenen Gäste gibt es zwar nicht, aber einige Tipps versprechen Abhilfe. Grundsätzlich sollte man die Müllbehälter nach Möglichkeit nicht direkt in die Sonne stellen und geschlossen halten. Zusätzlich kann man den Deckel mit Essig einreiben oder einsprühen. „Die Fliegen lassen sich vertreiben, wenn Deckel und Wände der Tonne von innen mit einem günstigen Essig einsprüht werden. Das hemmt auch die Eiablage und vertreibt schlechte Gerüche“, erläutert Michael Seega.

Im Sommer empfiehlt es sich übrigens, jede Leerung mitzumachen, auch wenn die Biotonne nicht ganz befüllt sein sollte. Die Abfälle bleiben sonst zu lange in der Biotonne. Nach der Leerung kann man den Boden mit Eierkarton oder Papier auslegen, um Feuchtigkeit zu reduzieren. Die zusätzliche Reinigung mit dem Gartenschlauch und Besen hilft ebenfalls.

Damit es keine Probleme beim Kompostieren gibt, bittet der ZBH die Bürger um Mithilfe: Handelsübliche Mais- und Reisbeutel sollten möglichst nicht benutzt werden, weil sie schlecht von Plastiksäcken zu unterscheiden und relativ teuer sind. Außerdem können sie in der Kompostierungsanlage schlecht verarbeitet werden. „Papier ist auf jeden Fall die bessere Wahl, auch Zeitungspapier“, sagt Michael Seega.

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