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Ausgezeichnet: das Reinhard-Lettmann-Haus der Amandus-Gemeinde.

Hochemotionale Diskussion in St. Amandus

Entscheidung wird getroffen: Bekommt das Reinhard-Lettmann-Haus einen neuen Namen?

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DATTELN - Die Debatte darüber, ob das Lettmann-Haus einen neuen Namen bekommen soll, ist seit Monaten ein zentrales Thema in der Amandus-Gemeinde. Eine Vorentscheidung darüber fällt am 25. Juni.

Dann nämlich findet eine außerordentliche Sitzung des Pfarreirates statt. Die beginnt um 19.30 Uhr und ist öffentlich. Eine große Beteiligung der Pfarreimitglieder und der Öffentlichkeit ist nach Angaben der Gemeinde ausdrücklich erwünscht.

Der Hintergrund ist, dass Ende 2018 bekannt wurde, dass Reinhard Lettmann in seiner damaligen Funktion als Generalvikar damit befasst war, dass der Priester Heinz Pottbäcker innerhalb des Bistums Münsters mehrfach versetzt wurde und weiter als Seelsorger tätig war. Zu diesem Zeitpunkt war Pottbäcker bereits wegen Missbrauchstaten gegenüber Kindern verurteilt worden. An mindestens einem weiteren Einsatzort ist es erneut zu Missbrauchstaten durch Pottbäcker gekommen. Die Frage des Umgangs mit dem Andenken an Reinhard Lettmann und damit verbunden die Frage der Namensgebung des nach ihm benannten Pfarrheims an der St.-Amandus-Kirche beschäftigen seit Ende 2018 die Pfarrei St. Amandus sowie die Öffentlichkeit.

Im Rahmen der Sitzung wird sich der Pfarreirat mit der möglichen Umbenennung des Reinhard-Lettmann-Hauses befassen. Als Gast wird Peter Frings, Präventionsbeauftragter gegen sexualisierte Gewalt des Bistums Münster, an der Sitzung teilnehmen. Er wird ein Kurzreferat halten. Im Rahmen der Sitzung haben die Zuhörer die Möglichkeit, den Mitgliedern des Pfarreirats ihre Meinung mitzuteilen. Es ist vorgesehen, dass der Pfarreirat nach einer öffentlichen Beratung am Schluss der Sitzung ein Votum an den Kirchenvorstand abgibt, ob der Pfarreirat eine Umbenennung empfiehlt.

Öffentliche Sitzung des Amandus-Pfarreirates, 25 Juni, 19.30 Uhr, Lettmann-Haus

Der Kirchenvorstand ist das für die Namensgebung formell zuständige Gremium und muss am Ende die Entscheidung treffen und damit einen Schlusspunkt setzen unter die zum Teil hochemotionale Diskussion, die in der Amandus-Gemeinde geführt wurde.

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