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Horneburgs Schützen marschieren an der Schlosskirche.

Horneburger Schützenfest

Schlossdorf im Partymodus

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DATTELN-HORNEBURG - Nach einer feucht-fröhlichen und langen Partynacht ist am Sonntag bei Kaiserwetter der große Schützen-Festzug durchs geschmückte Horneburg gezogen. Das Schlossdorf macht seinem Ruf als Schützenfest-Hochburg wieder einmal alle Ehre.

Allein der Dorfschmuck sucht seinesgleichen. Fahnen, Wimpelketten und Krepprosen gibt es überall, aber riesige Strohschützen, Pappmaschee-Drachen oder ein Bataillon Blumentopf-Schützenfigürchen am Wegesrand – das gibt’s nur in Horneburg. Beim großen Festzug säumten Hunderte die Straßen, als mehr als 700 Schützen des BSV Horneburg, der fünf Dattelner Schützengilden, aus Rapen, Henrichenburg und Oberwiese sowie sieben Musikkapellen vorbeimarschierten. Die Schützen-Majestäten und Ehrengäste wurden selbstverständlich in Kutschen oder noblen Karossen kutschiert – Ehre, wem Ehre gebührt.

Beim traditionellen Schinken-Bier-Tausch (einem uralten Brauch, den die Horneburger Mitte der 80er-Jahre wieder haben aufleben lassen) am Samstagabend mimte Oliver Wittke den Abgesannten des Landesherrn, der die Naturalsteuer – zwei Schinken – einfordert und dafür zwei Bierfässer spendiert. Beim Horneburger Schützenfest 2005 war der CDU-Politiker, damals NRW-Verkehrsminister, schon einmal Tauschpartner. Heute ist Wittke Bundestagsabgeordneter. Diesmal waren Majestäten und Vertreter aller Dattelner Gilden dabei. Die gemeinsame Aktion des Stadtschützenbundes sollte den Zusammenhalt dokumentieren, sagt BSV-Vorsitzender Lutz Breuckmann.

Die Band Valentino brachten das Partyvolk im mit Blumen geschmückten und proppenvollen Festzelt in bewährter Manier in Schwung. Das scheidende Horneburger Königspaar Heinrich IV. und Annette I. (Draken) wurde auf die Bühne geholt und frenetisch gefeiert.

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