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Werksleiter Alexander Kemper (re.) führte nach dem IHK-Unternehmerfrühstück einige Teilnehmer durch das Bitumen-Produktionswerk in Natrop.

IHK-Unternehmerfrühstück

Bekenntnis zum Standort

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DATTELN - 120 Beschäftigte arbeiten noch beim Bauchemie-Unternehmen Saint-Gobain Weber in Datteln. Und das soll auch so bleiben, sagt der Geschäftsführer.

Seit der Konzern Saint-Gobain Weber im Jahr 2008 den Dattelner Bauchemie-Betrieb Deitermann/Maxit übernahm, gab es immer wieder Gerüchte über eine Schließung des Standortes an der Lohstraße. Umso positiver wurde am Dienstagmorgen beim Unternehmerfrühstück von IHK und Wirtschaftsförderung bei Weber das Bekenntnis zum Standort Datteln aufgenommen. Das kam von Geschäftsführer Florent Pouzet.

120 Beschäftigte arbeiten derzeit am Verwaltungsstandort an der Lohstraße und in der Produktion an der Deitermann-Straße in Natrop. Kein Vergleich zu Spitzenzeiten, als noch Deitermann auf dem Firmenschild stand. Die Historie von Deitermann sei nicht sehr glücklich verlaufen, so Pouzet. Damit spielt er auf den Stellenabbau an, der mit der Übernahme des einstigen Dattelner Vorzeigeunternehmens zunächst durch die Heidelberger Zement AG und später durch Maxit einherging. Es habe bei Maxit wenig Verständnis gegeben für die Besonderheit und Bedeutung der Bauchemie-Sparte von Deitermann, für die besondere Deitermann-Philosophie. „Wir sind dabei, das wieder zu entwickeln.“ Für 2021 habe sich Weber in Deutschland das Umsatzziel von 280 Mio. Euro gesetzt. 2018 lag der bei rund 230 Mio. Euro.

Dieses Ziel könne man nicht erreichen, wenn man Standorte schließe, so der Geschäftsführer vor zahlreichen Vertretern der Dattelner Wirtschaft. „Datteln ist mit 30 Mio. Euro der umsatzstärkste der 14 Produktions-Standorte. Auch die Entwicklung neuer Technologien in der Bauchemie-Sparte spielt hier eine wichtige Rolle“, so Pouzet. Eine Schließung würde zudem den Verlust von Kunden mit sich führen. Das Bekenntnis zum Standort Datteln untermauerte Werksleiter Alexander Kemper mit einer weiteren Zahl. Weber habe in Datteln im vergangenen Jahr rund 500.000 Euro in den Standort investiert. Weitere Investitionen seien in Planung, so Kemper.

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