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Viele fleißige Hände: Hartmut Gerlach (re.), Hausmeister im Kindergarten Hachhausen, ist mehr als zufrieden mit der Leistung der Workcamp-Teilnehmer. Vier Hochbeete, jede Menge Strauchschnitt- und Aufräumarbeiten auf dem Kita-Außengelände haben die jungen Gäste in den vergangenen Tagen erledigt.

Internationales Workcamp

Die Welt zu Gast in Datteln

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DATTELN - Sie kommen aus Indien, Mexiko, Costa Rica, Südkorea, Spanien, Frankreich, Serbien und der Ukraine. Zwölf junge Menschen aus aller Welt sind seit zwei Wochen in Datteln, lernen sich und die Umgebung kennen, arbeiten zusammen, schließen Freundschaften. Und sie sind begeistert: „Das ist die beste Erfahrung in meinen Leben“, sagt Andrea Gutiérrez.

Die 22-jährige Mexikanerin ist eine der Teilnehmer des internationalen Workcamps. „Das sind alles sehr nette, aufgeschlossene junge Leute“, sagt Thomas Mämecke, Pfarrer der evangelischen Gemeinde und Gastgeber des Camps. Die Besucher haben geistig und körperlich gearbeitet. In der ersten Woche haben sie sich mit Kriegsdenkmälern beschäftigt, in der zweiten den Garten des Kindergartens Hachhausen auf Vordermann gebracht.

Und dabei viel erlebt. „Die Menschen hier sind sehr freundlich, begegnen uns immer mit einem Lächeln“, sagt Jaume Sven Torres (24) aus Spanien. „Deutschland ist ein nettes Land und die Leute helfen immer“, ergänzt Andrey Rodríguez (23) aus Costa Rica. Einen Ausflug nach Münster haben sie gemacht, die Firma Rheinzink besichtigt, sind entlang der Dattelner Kanäle geradelt. Und das bei der Tropenhitze der vergangenen Woche. Auch für Mexikaner eine Herausforderung. „Bei uns Zuhause ist es bei weitem nicht so heiß wie hier“, sagt Andrea Gutiérrez.

Aber nicht nur körperliche Fitness auch Kreativität ist gefordert. Sie haben ein Spiegelbild des Kriegerdenkmals in der Lutherkirche angefertigt. „Dabei hatten wir die absolute Freiheit, unsere Gefühle auszudrücken“, sagt Andrey Rodríguez. Ein richtiges Stück Kunst sei es geworden, bemerkt Jaume Sven Torres. Sie haben auch die Dattelner Kriegsdenkmäler besichtigt, sind beeindruckt. „Es ist richtig, an die Soldaten zu erinnern. Das macht den Menschen klar, dass es nicht gut ist, Krieg zu führen“, sagt Rajkamal Ajmeri (29) aus Indien.

Andrea Gutiérrez fällt besonders die Sauberkeit in der Stadt und auf den Straßen auf. „Die Menschen hier sind sehr umweltfreundlich, recyceln alles.“ Und noch etwas hat sie hier kennengelernt: Ein Gefühl der Freiheit. „Wir sind nachts durch die Stadt gegangen, haben uns völlig sicher gefühlt, nichts ist passiert.“ In ihrer Heimat sei das nicht möglich, sagt sie.

Datteln haben sie auf vielfältige Art ins Herz geschlossen. „Es ist eine schöne, kleine Stadt. Und trotz der großen Industrieflächen wie Rheinzink gibt es hier viel Grün und viele Bäume“, sagt Jaume Sven Torres.

Sie haben viele Eindrücke zu verarbeiten und viel gelernt. „Für mich ist es toll, viel Englisch sprechen zu können. Denn die Sprache kann ich noch nicht so gut“, sagt Jennyfer Zanella (22) aus Mexiko.

Sie alle sind in den 14 Tagen Freunde geworden, bleiben über Facebook in Kontakt. Jaume Sven Torres möchte mit einigen aus dem Camp nach Japan reisen. Am heutigen Samstag aber fahren sie erst einmal zurück nach Hause. Die Zeit in Datteln wird unvergessen bleiben...

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