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Das beliebte Männerballett, bestehend aus den Inspizienten des Orchesters, durfte auch im 35. Jahr des Dattelner Elternorchesters nicht fehlen und erntete viel Gelächter von den 560 Zuschauern.

35 Jahre Elternorchester

DEO-Auftritt mit viel Pfiff

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Datteln - 560 Zuschauer in der Stadthalle staunen über das vielfältige Angebot des Dattelner Elternorchesters. Das präsentiert sich im 35. Jahr in Bestform.

Über 50 Musiker nahmen sich 35 Jahre Dattelner Elternorchester (DEO) zum Anlass, um am Wochenende in zwei Konzerten mit ihrem musikalischen Können aufzutrumpfen. In drei vergnüglichen Stunden spielten sie sich erneut in die Herzen ihrer Fans und bewiesen bestens Entertainment.

Wenn das DEO ruft, folgen die Fans. 560 Zuhörer erleben in der Dattelner Stadthalle einen fulminanten Abend. Das Orchester zeigt auch im 35. Jahr keine Ermüdungserscheinungen. Unter der Leitung von Dirigent Dieter Sonntag beweisen die über 50 Musiker einmal mehr ihr Können, ein blutiger Anfänger ist keiner von ihnen. Das sah im Gründungsjahr 1983 noch anders aus, als die Eltern, deren Kinder im Jugendorchester spielten, beschlossen: „Was der Nachwuchs kann, können wir auch. Wir gründen auch ein Orchester.“ Ein folgenschwerer Entschluss, den bis heute keiner bereut hat. Zu den Eltern gesellten sich wiederum die Kinder und inzwischen sind auch die ersten Enkelkinder mit an Bord. Ein großes Familienorchester präsentiert sich ideenreich.

Mitsingen erwünscht

Bestens gelaunt starten die Musiker mit dem Steigerlied. Mitsingen ist erwünscht und Moderator Karl Hölscher lotst alle durch die vier Strophen. Sein Co-Moderator Dominic Steinmann singt nicht mit, glänzt jedoch den gesamten Abend hindurch mit seinem musikalischen Wikipedia-Wissen. „Moments for Moricone“ heißt es danach und die bekannten Westernmelodien erinnern an große Kinoerfolge. Das DEO bietet jedoch nicht nur etwas für die Ohren, es hat sich auch Gäste eingeladen, die das Auge ansprechen: Die Cheerleader „Magic Paws“ aus Herten bieten tänzerische Höchstleistung und jede Menge Sexappeal. Das sind auch schon die einzigen externen Gäste, das Orchester setzt ansonsten auf Künstler aus den eigenen Reihen. Stefan Heitbrink lässt sein 3,83 Meter langes Alphorn zu den DEO-Klängen ertönen und das Publikum ist von der Alphorn-Ballade beeindruckt.

ABBA und schwarz-bestrumpfte Männerbeine

Die Saxofonisten wiegen sich im Takt, auf den Köpfen zum Abendkleid einen Seppelhut. Szenenwechsel: Es folgt ein Abba-Medley. Und so bunt geht es weiter. Das Männerballett, bestehend aus den Inspizienten des Orchesters, darf seine schwarz-weiß bestrumpften Beine schwingen und erntet viel Gelächter. Drei prämierte Nachwuchs-Musiker sind an der Reihe. Gerrit Lagatz positioniert sich ganz vorne. Lässig von seiner Schwester Riccarda angesagt, beweist er sich in spielerischer Höchstform. Die Brüder Tom und Ben Nasgowitz legen ihren Soloauftritt ganz anders an. Sie stehen als die „Sonny Boys“ auf der Bühne und lassen mit ihren Euphonien die Töne durch den Saal wirbeln. Musikfreude pur. Ehemalige Mitspieler stürmen mit ihren Instrumenten den Saal und glänzen mit dem DEO in einem schwungvollen Auftritt. Tierisch geht es im zweiten Teil des Konzertes weiter. Der König der Löwen brüllt auf und der Tiger jazzt. Die weiblichen Inspizienten haben ihren Auftritt, Karl singt erneut, Riccarda auch. Sie toppt ihn allerdings in ihrer bezaubernden Abendrobe.

Mit dem „Dankeschön an die Musik“ von Abba endet dieser DEO-Abend, an dem die Freude an der Musik im Vordergrund stand. Das Publikum bedankt sich auch mit einem Riesenbeifall für die drei gelungenen Stunden und kann sich kaum lösen. Das Dattelner Elternorchester verspricht: „Wir kommen wieder!“

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