Jugendhilfeausschuss

Aus eins mach zwei – Stadt plant weitere Kita

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Datteln - Das Immobilienunternehmen Reismann & Milte soll eine Kindertageseinrichtung für fünf Gruppen an der Ecke Ostring/Hafenstraße bauen. An der Düppelstraße soll später dennoch eine weitere entstehen.

In der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses hatten die Ausführungen des Beigeordneten Dirk Franke für Unruhe im Saal gesorgt. Denn ursprünglich hatte sich der Jugendhilfeausschuss im vergangenen Jahr für den Bau einer Kindertageseinrichtung an der Düppelstraße ausgesprochen. Franke präsentierte aber, zur Überraschung der Ausschussmitglieder, plötzlich einen neuen Standort und brachte zudem einen möglichen Investor ins Spiel.

Neben Thomas Benterbusch von der CDU, Petra Willemsen von den Linken hatte sich zuletzt auch Theo Beckmann von der Wählergemeinschaft die Grünen vehement dafür ausgesprochen, am Standort Düppelstraße festhalten zu wollen. Genug Gesprächsstoff wäre für die heutige Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses also gegeben.

Zwei Standorte geplant

Doch ein neuer Beschlussentwurf lässt nun aufhorchen. Dort wird zwar nach wie vor das von Franke vorgeschlagene Modell ausführlich beschrieben, der Standort an der Düppelstraße wird dort aber ebenso nicht ausdrücklich verworfen. Es könnten also statt nur einer plötzlich zwei Kindertageseinrichtungen entstehen. Auf Nachfrage bestätigt Bürgermeister André Dora, dass nun mit zwei Standorten geplant werde. Priorisiert werde jedoch das für die Ecke Ostring/Hafenstraße angedachte Investorenmodell. „Wir würden es nicht schaffen, bis Mitte nächsten Jahres eine solche Baumaßnahme umzusetzen“, erklärt der Bürgermeister. Das Problem dabei sei, dass sich die Stadt als Bauherr an Ausschreibungsfristen halten müsse. Und dafür sei die Zeit jetzt einfach zu knapp. Schließlich gelte es, dringend die Bedarfe hinsichtlich der Betreuung von Kindern in Datteln zu decken. „Davon ab reißen sich Bauunternehmen nicht gerade um solche Projekte“, so Dora.

Das Immobilienunternehmen Reismann & Milte habe eigenständig den Kontakt zur Stadt Datteln aufgenommen, so Dora. Der Investor sei, im Gegensatz zur Stadt, nicht dazu verpflichtet, ein solches Bauvorhaben auszuschreiben. „Wir haben das natürlich prüfen lassen“, so der Verwaltungschef, „und weder die Vergabestelle noch die Rechnungsprüfungsstelle haben irgendwelche Bedenken geäußert.“

Plätze für 95 Kinder sollen entstehen

Sollten die Stadt Datteln und das Unternehmen Reismann & Milte zusammenkommen, muss die Stadt sich für eine Dauer von 25 Jahren vertraglich binden. Die Kosten der Instandhaltung und anfallende Wartungen liegen dann jedoch beim Investor. Laut Frankes Beschlussvorlage sollen so Plätze für bis zu 95 Kinder entstehen. Wie das Vorhaben im Jugendhilfeausschuss ankommt, wird sich heute zeigen. Kommt man hier zu einer Übereinkunft, obliegt es dem Rat, am 10. April eine endgültige Entscheidung über den Kita-Neubau zu fällen.

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