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Kanalknotenpunkt in Hoehe des CentroMed

Kanal in Datteln

Das WSA startet mit dem Projekt Kanalausbau

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DATTELN - Seit 2017 liegt der Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der sogenannten Stadtstrecke Datteln des Dortmund-Ems-Kanals vor. Jetzt startet das Wasserstraßen-Neubauamt (WSA) mit den ersten Maßnahmen.

Dabei handelt es sich nach Angaben von Johannes Paß vom WSA um vorbereitende Aktionen auf der ehemaligen Bergehalde Losheide, die im Januar beginnen. Um im Zuge des Kanalausbaus in Datteln insgesamt 650.000 Kubikmeter Boden abzulagern, muss die alte Halde vorbereitet werden. Im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben wird ein Unternehmen damit beginnen, die notwendigen Baumfällarbeiten auf der Bergehalde durchzuführen. Zeitgleich, so Paß weiter, wird die DB Energie GmbH zwei Bahnstrommasten so umsetzen, damit diese dem späteren Kanalausbau nicht mehr im Wege stehen. Diese Arbeiten sollen bis Mitte 2019 abgeschlossen sein, so der Zeitplan des WSA.

WSA investiert rund 50 Mio. Euro

Nach Abschluss der Baumaßnahmen finden umfangreiche landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen auch auf der ehemaligen Bergehalde Losheide statt. Soweit möglich werden diese Maßnahmen mit dem Anlegen von Stillgewässern schon parallel zu den Arbeiten im Januar begonnen. Hintergrund der rund 50 Mio. Euro teuren Baumaßnahme ist der Umstand, dass die drei Dattelner Schifffahrtskanäle Dortmund-Ems-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal und Wesel-Datteln-Kanal in die Jahre gekommen und für die aktuellen Schiffsgrößen stellenweise zu eng geworden sind und entsprechend angepasst werden müssen. Insbesondere der Einmündungsbereich des Datteln-Hamm-Kanals in den Dortmund-Ems-Kanal entspricht nicht mehr den Anforderungen an die moderne Kanalschifffahrt. Der Einmündungsbereich wird von 300 auf 600 Meter aufgeweitet, um den langen Schubverbänden die Einfahrt zu erleichtern. Dort sind nach Angaben von Johannes Paß ab 2020 größere Bodenbewegungen notwendig, um die Wasserfläche erheblich vergrößern zu können. Insgesamt ist die Stadtstrecke Datteln, die verbreitert und vertieft wird, acht Kilometer lang. Sie beginnt am Dattelner Meer und endet an der Eisenbahnbrücke in Meckinghoven. Der Dortmund-Ems-Kanal, der jährlich von rund 10.000 Schiffen befahren wird, die ca. 8,5 Mio. Tonnen Ladung transportieren, hat heute eine Breite von 38 Metern und soll auf 42 Meter (im Spundwandbereich) bzw. 47,5 Meter bei Böschungsufer verbreitert werden. Die künftige Wassertiefe wird bei vier Metern liegen.

Eingriff in die Wasserfläche ab 2023

Insgesamt wird das Wasserstraßen-Neubauamt 1,1 Mio. Kubikmeter Bodenmaterial bewegen. Die Restmenge, die nicht auf der Bergehalde Losheide eingebaut wird, soll auf eine Fläche nach Amelsbühren bei Münster gebracht werden, bzw. als Abdeckung für die Dattelner Löringhof-Deponie dienen. Die Kanalbaustelle wird die Dattelner viele Jahre beschäftigen. Paß kalkuliert mit einer Gesamtdauer von neun bis zehn Jahren. In die Wasserfläche des Dortmund-Ems-Kanals wird das WSA ab 2023 eingreifen, sprich dann beginnt die eigentliche Verbreiterung des Kanals.

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